„Hobbys sind ein Zugang zur Achtsamkeit“

Freizeitbeschäftigungen wie Gärtnern oder Stricken bewirken weit mehr als nur Erholung, sagt der australische Neurowissenschaftler Stan Rodski.

Gärtnern und Töpfern als Schlüssel zur Entspannung: Hobbys sind ein Zugang zur Achtsamkeit. © Verena Herbst

„Hobbys sind ein Zugang zur Achtsamkeit“

Tätigkeiten wie Gärtnern oder Stricken sind ein gutes Mittel gegen Stress. Sie helfen uns beim Abschalten, und manchmal geraten wir in einen selbstvergessenen Zustand des Flow. Der australische Neurowissenschaftler Stan Rodski hat erforscht, wie wir mit Hobbys gezielt Entspannung finden können

Dr. Rodski, auf welche Weise finden wir mithilfe von Hobbys zu Momenten der Achtsamkeit?

Bei Freizeitaktivitäten wie etwa dem Gärtnern oder dem Töpfern werden unsere Gedanken im Hier und Jetzt verankert. Wir führen die jeweilige Tätigkeit bewusst und aufmerksam aus. Außerdem erleben wir dabei ein besonders positives Gefühl. Psychologen sprechen von einem „Flow“. Dieser entspannte und doch konzentrierte Bewusstseinszustand entsteht aus einem besonderen Zusammenspiel von verschiedenen Hirnregionen. Es ist ein energiesparender Modus unseres Gehirns. Sobald wir einem Hobby nachgehen, setzen auch andere positive Abläufe ein, wie wir sie von Achtsamkeitsübungen kennen. Zum Beispiel flauen unschöne Emotionen ab, die wir im Laufe des Tages aufgebaut haben. Die Anstrengung und der Stress der letzten Stunden verblassen. Wir finden zu unserer Mitte zurück.

Dass Freizeitaktivitäten Oasen der Entspannung in einem stressigen Alltag sein können, werden sicherlich viele Menschen bestätigen. Aber können wir durch Hobbys lernen, generell achtsamer zu leben?

Achtsam sein bedeutet, sich auf den Moment einzulassen und ablenkende Gedanken beiseite zu...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 9/2018: Die Kraft des Verzeihens
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