So viele Nachrichten, OMG!

WhatsApp, Facebook und Co machen es leichter als jemals zuvor, Informationen auszutauschen und miteinander in Kontakt zu bleiben. Einfacher wird die Kommunikation durch sie nur bedingt

So viele Nachrichten, OMG!

WhatsApp, Facebook und Co machen es leichter als jemals zuvor, Informationen auszutauschen und miteinander in Kontakt zu bleiben. Einfacher wird die Kommunikation durch sie nur bedingt

Die Nachmittagssonne taucht den Sportplatz in ein warmes Licht. Auf dem Rasen balgt sich eine Handvoll Kinder um den Ball. Ab und zu meldet sich Rüdiger Neumann zu Wort und gibt Anweisungen. Der 33-Jährige trainiert in seiner Freizeit den Fußballnachwuchs beim MTV Treubund in Lüneburg. Eine Tätigkeit, die einen regen Austausch mit den Eltern erfordert: Wer ist fürs nächste Spiel aufgestellt? Findet das Training trotz Regen statt? Neumann schreibt in solchen Fällen eine E-Mail an seinen Elternverteiler – und schickt parallel eine WhatsApp-Nachricht: „Bitte E-Mail prüfen.“

Der Messenger hat in den sieben Jahren seit seiner Markteinführung die Kommunikationslandschaft enorm verändert. WhatsApp zählt heute zu den mit Abstand beliebtesten Handy-Applikationen – nicht nur bei Jugendlichen. Rund 33 Millionen Nutzer hat der Dienst laut einer aktuellen ZDF-Umfrage hierzulande inzwischen, hinzu kommen Konkurrenten wie Snapchat, Threema oder Telegram. Zumindest im privaten Informationsaustausch droht die E-Mail, die Trainer Neumann immer noch nutzt, zunehmend zum Auslaufmodell zu werden. „Viele Eltern schauen heute häufiger aufs Handy als in ihre Mailbox“, sagt Neumann. „Ich fahre daher immer zweigleisig.“

Früher war die Sache einfach: Die Oma aus Bottrop wurde zum Geburtstag angerufen, die Schulfreundin in den USA erhielt einen Brief, und beim Büronachbarn ging man zum Gratulieren kurz vorbei. Heute ist die Vielfalt der Kommunikationskanäle größer. Entsprechend kompliziert ist die Frage,...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2016: Mut zur Unsicherheit
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