Von der Natur lernen

Als ihre Mutter überraschend starb, lehrte die Natur Autorin Kate Peers, über den Verlust hinwegzukommen – und mehr. Die Geschichte einer Veränderung.

Erfahren und begreifen: Die Natur zeigt uns, dass wir nicht alles kontrollieren können. © Getty

Die Sonne brannte, und ich hatte den ganzen Tag mit Freunden im Regent’s Park in London verbracht. Auf der Wiese liegen, ein leckeres Picknick genießen und in den blauen Himmel schauen. Später ging ich heim, um mich für eine Verabredung umzuziehen, als das Telefon klingelte. Die Nachricht, die ich erhielt, veränderte mein Leben unwiderruflich.

Meine 55-jährige Mutter war infolge eines Aneurysmas bewusstlos geworden. Niemand konnte mehr etwas tun, sie war hirntot. Und ich musste so schnell wie möglich nach Norden aufbrechen, um mich zu verabschieden. Der wunderbar sonnige Tag war plötzlich schwarz geworden. Draußen hatte sich nichts verändert, aber meine Welt sah komplett anders aus.

Die nächsten Tage verbrachten wir im Krankenhaus und im Garten meines Großvaters auf der anderen Straßenseite. Die Sonne, die ich eben noch so genossen hatte, nervte mich jetzt, es machte mich wütend, dass alle um mich herum so fröhlich und voller Energie die Sommerhitze und den blauen Himmel feierten. Meine Mutter starb, als der Regen einsetzte.

Weit weg von der Welt

Ich stelle mir gern vor, dass der Himmel mit mir diesen besonderen Menschen betrauerte. Ich verfiel in eine tranceartige Trauer, die mehrere Monate anhielt, und die Natur war mein einziger Ruhepol.

Die Menschen in meinem Umfeld befanden sich in einem anderen Universum, ich fühlte mich wie in einer Blase, weit weg von der Welt. Nur der Himmel blieb da, wo er immer war, und die Erde gab mir Halt. Ich hatte meine Mutter verloren, aber Mutter Natur blieb eine sichere Größe.

Meine Trauer...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute Compact 54: Natur & Psyche
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