Von wegen Zufall!

Sie kommen unerwartet und geben manchmal sogar unserem Leben eine völlig neue Wendung: Wie aus Zufällen mehr wird als nur eine Laune des Schicksals.

Sind wir Zufällen ausgeliefert oder können wir sie auch bewusst herbeiführen? © Stefan Schmitz

Von wegen Zufall!

Sie kommen unerwartet und geben unserem Alltag, manchmal sogar unserer Lebensgeschichte eine völlig neue Wendung. Wie aus Zufällen mehr wird als eine pure Laune des Schicksals, dazu hat die Psychologie eine Reihe konkreter Strategien entworfen

In der Abfertigungshalle von Terminal 5 am Flughafen London Heathrow steht der Autor dieses Textes und möchte nach Hause. Auf einmal entdeckt er jemanden aus dem rechten Augenwinkel. Ein bekanntes Gesicht. Das ist doch …! Tatsächlich: Henry Birtles, den die englische Presse The Racing Poet nennt, weil er seit Jahren Sonette über Pferderennen verfasst (die dann in Ascot vorgetragen werden, um die Queen zu erheitern). Henry ist aber nicht nur ein Dichter, sondern auch ein alter Bekannter. Man hat sich vor vielen Jahren im Urlaub kennengelernt. Aber jetzt: Mensch! Du hier! Wie läuft’s? Was machen die Kinder? Und vor allem: Was für ein Zufall!

Und als man bald darauf in der Holzklasse Platz nimmt, schüttelt man noch immer den Kopf. Dass einem so was passiert – auf dem größten Flughafen Europas. Die Chancen dafür stehen … ach. So kleine Zahlen gibt’s eigentlich gar nicht. Ein Wink des Schicksals. Man tippt ins Smartphone: „Nächste Woche: Brief an Henry schreiben. Zumindest: E-Mail“.

Zufälle begegnen uns überall. Wir bezeichnen damit, wie der australische Philosoph Laurence Browne schreibt, das „bemerkenswerte Zusammentreffen von Ereignissen“. Manchmal fühlt sich solch ein Zusammentreffen besonders bedeutsam an. Man holpert unvermutet in ein Schlagloch auf der ansonsten...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 12/2017: Beziehungsfähig!
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