Die Lizenz zur Sünde

Wir tun Gutes. Damit, so glauben wir, haben wir uns die Erlaubnis zu unmoralischem Handeln erkauft

Die Lizenz zur Sünde

Wir tun Gutes. Damit, so glauben wir, haben wir uns die Erlaubnis zu unmoralischem Handeln erkauft

Der Bürgerkrieg in der Region Darfur im Westen Sudans zählt zu den größten Katastrophen der vergangenen Jahre. Mehrere Hunderttausend Menschen sind bei den Kämpfen gestorben, mehrere Millionen wurden aus ihren Dörfern vertrieben. Das rüttelte auch über eine Million Nutzer des riesigen sozialen Netzwerks Facebook auf – jedenfalls ein bisschen. Sie traten einer Darfur gewidmeten Onlinegruppe bei, wo Mitglieder spenden und neue Mitglieder werben ­konnten. Doch 72 Prozent gewannen keinen einzigen neuen Anhänger, und weit über 99 Prozent spendeten ­

keinen Cent. Diese traurige Bilanz zog ein Team um den Soziologen Kevin Lewis von der University of California in San Diego, als die Forscher 2014 die gesammelten Daten auswerteten. „Facebook hat eine Illusion von Aktivismus hervorgezaubert, aber keinen wirklichen“, kommentieren die Untersucher bitter. Andere Wissenschaftler tauften solches rein symbolische Helfertum „Faulenzerismus“ (slacktivism).

Hilfsorganisationen können ein Lied singen von billig zu...

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Aenean imperdiet ligula ac mi cursus ultricies. Cras vitae porta lectus, at posuere felis. Duis tincidunt ex et arcu euismod iaculis. Nam viverra erat elit, vitae egestas elit rutrum id. Ut ligula tellus, semper viverra ligula sed, lacinia ullamcorper nibh.

Den kompletten Artikel können Sie bei uns kaufen oder freischalten.

Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2016: Mut zur Unsicherheit
print

News

Gesundheit
Das Risiko einer depressiven Erkrankung sinkt, wenn man kulturellen Aktivitäten nachgeht, fanden zwei Forscherinnen heraus.
Leben
Wer Probleme mit der Selbstkontrolle hat, wird häufiger Opfer krimineller Internetattacken.
Leben
Offen miteinander zu reden ist nicht immer einfach. Aber es lohnt sich offenbar, ergab eine Studie.