„Romantik hat einen lebensfeindlichen Aspekt“

Die Hochzeit in Weiß. Der alte Tisch vom Trödel. Die Sehnsucht nach dem Echten und nach tiefen Emotionen ist weitverbreitet. Der Historiker Christian Saehrendt hält die neue Gefühligkeit für ein gefährliches Übel unserer Zeit

„Romantik hat einen lebensfeindlichen Aspekt“

Die Hochzeit in Weiß. Der alte Tisch vom Trödel. Die Sehnsucht nach dem Echten und nach tiefen Emotionen ist weitverbreitet. Der Historiker Christian Saehrendt hält die neue Gefühligkeit für ein gefährliches Übel unserer Zeit

Herr Saehrendt, sind Sie ein Romantiker?

Am Anfang der Recherchen zu meinem Buch Gefühlige Zeiten war ich noch romantikanfällig. Ich habe gedacht: Man muss gegen diese Rationalisierung der Welt etwas tun. Man muss zu seinen Gefühlen stehen. Man muss ausbrechen aus einer Welt, die immer weiter verrechtlicht wird und überregelt ist. Aber als ich das Thema Romantik durchdrungen hatte, habe ich gemerkt, dass das ein ziemlich großer Quatsch ist und dass die neoromantische Aufwallung mehr Probleme schafft als Probleme löst.

Nun gibt es aber nach Ihrer Erkenntnis eine große Welle der Sehnsucht nach dem Echten, den Gefühlen, der Romantik.

Man kann in allen gesellschaftlichen Schichten so etwas wie eine Verabsolutierung des Gefühls feststellen. Das geht einher mit dem Glauben, es handele sich um ein subjektives Erleben, eine subjektive Reaktion auf die Welt...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 2/2016: Sprich mit Dir!
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