„Integration ist der beste Schutz gegen Terrorismus“

Nach den Anschlägen von Paris und Brüssel signalisierten Politiker mit dem Satz „Wir sind im Krieg“ Kampfbereitschaft. Doch der islamistische Terror ist durch militärische Aktionen nicht zu schwächen, wie der Politikwissenschaftler Dr. Andreas Bock belegt. Was aber können wir dann tun, damit Terrorangst nicht unsere Seelen auffrisst?

„Integration ist der beste Schutz gegen Terrorismus“

Nach den Anschlägen von Paris und Brüssel signalisierten Politiker mit dem Satz „Wir sind im Krieg“ Kampfbereitschaft. Doch der islamistische Terror ist durch militärische Aktionen nicht zu schwächen, wie der Politikwissenschaftler Dr. Andreas Bock belegt. Was aber können wir dann tun, damit Terrorangst nicht unsere Seelen auffrisst?

Paris: 130 Tote, 350 zum Teil Schwerverletzte. Brüssel: 31 Tote, über 300 Verletzte. Der islamistische Terrorismus versetzt Europa in Angst und Schrecken. Wie schätzen Sie als Terrorismusforscher die Gefahr ein?

Zunächst einmal ist die öffentliche Fokussierung auf den sogenannten Islamischen Staat – oder Daesh*, wie man besser sagen sollte – ganz im Sinne der Terroristen. Denn das Ziel terroristischer Gewalt ist, unser Denken zu besetzen, die Terroristen stärker und gefährlicher erscheinen zu lassen, als sie eigentlich sind.

Heißt das, die Bedrohung, die wir angesichts der Bilder von Brüssel und Paris empfinden, ist unbegründet?

Nein. Die Bedrohung durch Terrorismus ist natürlich real, sie war es auch in den Jahren vor 9/11 oder vor den Anschlägen von Paris und Brüssel. Die Global Terrorism Database (GTD) der Universität von Maryland zählt allein für 2014 mehr als 16 00 terroristische Anschläge weltweit; seit 1970 kommt die GTD sogar auf mehr als 140 00 Anschläge. Was sich mit den Anschlägen auf das World Trade Center und...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 6/2016: Drüber stehn!
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