Die Crux mit den Diagnosen

Die Luftigkeit und scheinbare Willkür psychiatrischer Diagnosen ist oft bemängelt worden. Eine exakte Nomenklatur wird aber eine Illusion bleiben.

Die Illustration zeigt  eine bunte Vielfalt an Menschen, wie zum Beispiel eine Mutter mit ihrem Baby, ein spielendes Kind und ein Paar.
Diagnosen in der Psychiatrie: Eher vage als biologisch punktgenau – und trotzdem alternativlos. © Mario Wagner

Eine Eintheilung der psychischen Krankheiten nach ihrem Wesen, d. h. nach den ihnen zu Grunde liegenden anatomischen Veränderungen des Gehirns ist derzeit nicht möglich.“ Dieser Satz fasst den Stand der psychiatrischen Forschung zur Klassifikation psychischer Störungen treffend zusammen. Er stammt aber von keinem Zeitgenossen, sondern von Wilhelm Griesinger (1817–1868). Der spätere Professor für Psychiatrie und Neurologie an der Berliner Charité schrieb ihn 1845 in sein Standardwerk…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 1/2019: Stille
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