Die Hysterie und ihre Erben

Zu Zeiten Freuds war Hysterie die häufigste psychische Erkrankung. Dann verschwand sie von der Bildfläche. Wo hat sie sich versteckt?

Modekrankheit Hysterie: Im 19. Jahrhundert führt Charcot seinen Hörern einen „Anfall“ vor ©Getty Images

Die Hysterie und ihre Erben

Dramatische Anfälle, Lähmungen, Ohnmachten: Noch zu Zeiten Freuds war Hysterie die spektakulärste und allem Anschein nach auch die häufigste psychische Erkrankung. Dann verschwand sie von der ­Bildfläche. Wo hat sie sich versteckt?

Die 39-Jährige schien geistesabwesend, als sie zu Bett ging. Am nächsten Morgen versuchte die Familie vergeblich, sie zu wecken. Neurologen probierten es mit kräftigen Schmerzreizen – Druck aufs Brustbein und auf das Nagelbett eines Fingers. Doch die Patientin blieb in ihrem ­komaähnlichen Zustand. Ihre Augen ließen sich nicht öffnen. Die Ärzte machten ein EEG, scannten sie in einem Magnetresonanztomografen und zapften ­Rückenmarksflüssigkeit ab. Sämtliche Tests auf alle möglichen Erkrankungen verliefen negativ. Organisch fehlte der Frau nichts. Nach fünf Tagen ging es ihr wieder besser. Doch dabei blieb es nicht: In den nächsten Jahren ereigneten sich immer wieder ähnliche Episoden. Dazwischen klagte sie über Müdigkeit, Migräne und Ängste.

Die im Handbook of Clinical Neurology erschienene aktuelle Krankengeschichte wirkt wie aus der Zeit gefallen. Vor hundert...

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Aenean imperdiet ligula ac mi cursus ultricies. Cras vitae porta lectus, at posuere felis. Duis tincidunt ex et arcu euismod iaculis. Nam viverra erat elit, vitae egestas elit rutrum id. Ut ligula tellus, semper viverra ligula sed, lacinia ullamcorper nibh.

Den kompletten Artikel können Sie bei uns kaufen oder freischalten.

Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 3/2018: Heilkraft Meditation
print

News

Leben
Wer Probleme mit der Selbstkontrolle hat, wird häufiger Opfer krimineller Internetattacken.
Leben
Offen miteinander zu reden ist nicht immer einfach. Aber es lohnt sich offenbar, ergab eine Studie.
Beruf
Es motiviert uns, wenn wir wissen, wofür wir etwas tun. Disziplinierte Menschen sind sehr gut darin, sich diese Klarheit zu verschaffen.