Und was kommt nun?

Die starken Frauen der Babyboomer-Generation gehen in Rente. Sie haben die Frauenbewegung mitgetragen, neue Beziehungs- und Familienrollen gelebt, waren selbstverständlich berufstätig – werden sie auch das Alter revolutionieren?

Und was kommt nun?

Die starken Frauen der Babyboomer-Generation gehen in Rente. Sie haben die Frauenbewegung mitgetragen, neue Beziehungs- und Familienrollen gelebt, waren selbstverständlich berufstätig – werden sie auch das Alter revolutionieren?

Die Tatort-Kommissarin Klara Blum, gespielt von Eva Mattes, verabschiedete sich im Dezember 2016 von ihrem Beruf, und etwa acht Millionen Deutsche sahen zu, wie Blum ein letztes Mal über den glitzernden Bodensee vor ihrer Haustür blickte, dann den Schlüssel aus dem Türschloss zog und sich zum Gehen wandte. Die Kommissarin fuhr davon in den Ruhestand, in eine neue Lebensphase, hinein in eine offene Zukunft.

Ein neuer Lebensabschnitt wartet nicht nur auf die fiktive Kommissarin, sondern auch auf Millionen realer Frauen in Deutschland, die in den nächsten Jahren ins Rentenalter kommen. Schon jetzt machen die über 50-Jährigen 23 Prozent der weiblichen Bevölkerung aus, viele von ihnen gehören zu den Babyboomern, von denen amerikanische Soziologen sagen, sie hätten jede Lebensphase, die sie durchliefen, revolutioniert. Vielleicht ist es nicht eine Revolution, die Frauen auf dem Weg in die Rente anzetteln, doch sie werden diesen Lebensabschnitt neu prägen, neue Beziehungsmuster einführen, neue Rollen für sich entwerfen, ihre Persönlichkeiten weiterentwickeln und Pionierarbeit für die Generationen nach ihnen leisten. Davon sind Soziologen, Gerontologen und Psychologen gleichermaßen überzeugt.

Frauen haben heute etwa 30 zusätzliche Jahre, die ihnen ein gestiegener Lebensstandard, der medizinische Fortschritt, bessere Hygiene und gesünderes Essen seit Beginn des 20. Jahrhunderts geschenkt haben. Ein 65-jähriger Mann lebt heute im Durchschnitt noch 17,5 Jahre, eine 65-jährige Frau...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 6/2017: Konzentrieren Sie sich!
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