„Erinnerungen sind immer mit Orten verknüpft“

Er war Weltmeister im Gedächtnissport, trat in TV-Shows auf – und promovierte am Max-Planck-Institut für Psychiatrie über Erinnerungsleistungen. Im Psychologie Heute-Interview erläutert Boris Konrad, warum unser Gedächtnis gern räumlich arbeitet und wie man es mit Merkhilfen verbessern kann

„Erinnerungen sind immer mit Orten verknüpft“

Er war Weltmeister im Gedächtnissport, trat in TV-Shows auf – und promovierte am Max-Planck-Institut für Psychiatrie über Erinnerungsleistungen. Im Psychologie Heute-Interview erläutert Boris Konrad, warum unser Gedächtnis gern räumlich arbeitet und wie man es mit Merkhilfen verbessern kann

Herr Konrad, wie haben Sie für sich das Gedächtnistraining entdeckt?

Als Abiturient sah ich in einer Fernsehshow den damaligen deutschen Gedächtnismeister Gunther Karsten. Verblüfft von den gezeigten Techniken und ihren Effekten, wollte ich sie für meine bevorstehenden Prüfungen nutzen. Das hat prima geklappt. Auch beim Studium halfen sie mir enorm: Ich absolvierte zwei Studiengänge, Physik und Informatik, in der Zeit von einem und hatte noch jede Menge Zeit für mein neues Hobby, den Gedächtnissport.

Darin haben Sie Außerordentliches erreicht: Sie sind siebenfacher Weltmeister im Team und verzeichnen vier Guinness-Weltrekorde. Jenen im Namenmerken haben Sie kürzlich selbst überboten: Sie merkten sich 104 Namen zu den passenden Gesichtern in fünf Minuten. Das ist beeindruckend. Andererseits fragt man sich, warum Sie sich das geben.

Spiel, Spaß, die Herausforderung sind mein Antrieb. Und der stetige Anreiz, zu probieren, was geht, eigene Grenzen immer weiter zu verschieben.

Und wie kamen Sie dann zur Forschung?

Die vielen Gedächtnisratgeber, die ich las, konnten mir nicht wirklich erklären, wie das Gedächtnis...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 6/2017: Konzentrieren Sie sich!
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