Nichtstun - Die unverzichtbare Strategie für Vielbeschäftigte

Wenn du viel zu tun hast – tue am besten mal nichts. So könnte man neue Erkenntnisse von Psychologen und Neurowissenschaftlern zusammenfassen. Sie zeigen: Unser Gehirn braucht Zeiten der absoluten Ruhe. Regelmäßiges Nichtstun ist die Voraussetzung für Kreativität, Selbsterkenntnis und Gesundheit. Die Frage ist nur: Wie geht das – gar nichts tun?

Nichtstun - Die unverzichtbare Strategie für Vielbeschäftigte

Wenn du viel zu tun hast – tue am besten mal nichts. So könnte man neue Erkenntnisse von Psychologen und Neurowissenschaftlern zusammenfassen. Sie zeigen: Unser Gehirn braucht Zeiten der absoluten Ruhe. Regelmäßiges Nichtstun ist die Voraussetzung für Kreativität, Selbsterkenntnis und Gesundheit. Die Frage ist nur: Wie geht das – gar nichts tun?

Wann haben Sie das letzte Mal nichts getan? Wirklich nichts. Nicht ferngesehen, nicht gelesen, keine Mails gecheckt, weder an Ihrer Vorhand noch an der Karriere noch an der Beziehung gearbeitet. Auch nicht an Ihrem Zeitmanagement und erst recht nicht an Ihrem Alleinstellungsmerkmal. Wann haben Sie sich zuletzt aus vollem Herzen dem süßen Nichtstun hingegeben und der Leere, die entsteht, wenn alle Aktivitäten ruhen und sich nur die Bauchdecke beim Atmen hebt und senkt?

Beim Lesen dieser Zeilen entfährt Ihnen vielleicht ein Seufzer. Ach ja, nichts tun, im Moment verweilen, einfach sein, wie schön, sollte man unbedingt mal wieder. Ein Anflug von Sehnsucht umweht Sie, und gleichzeitig werden Sie ganz kribbelig bei der Vorstellung, nichts zu tun. Wenn Sie ehrlich sind, müssen Sie zugeben, dass Sie nicht mal mehr wissen, wie man Nichtstun buchstabiert, auch das Wort Muße hat sich längst aus Ihrem aktiven Wortschatz verabschiedet.

Obwohl wir uns danach sehnen, endlich einmal nichts tun zu müssen, und gerne und viel darüber reden, wie schön es wäre, wenn wir Raum und Zeit dafür hätten, tun wir uns in der Praxis schwer damit. Wir möchten so gerne müßig sein, schwelgen in verlockenden Fantasien, aber es kommt immer etwas…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 5/2015: Nichtstun
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