„Putzen gibt uns ein Höchstmaß an Kontrolle“

Saubermachen ist eine oft verkannte Tätigkeit und mehr als eine lästige Notwendigkeit. Es verdient mehr Wertschätzung, sagt Psychologin Annegret Wolf.

Die Illustration zeigt ein Paar, das auf einem grünen Sofa sitzt, während ein Mann das Sofa hochhebt und es darunter unordentlich ist.
Was als sauber erlebt wird, ist bei jedem etwas anders. © Shenja Tatschke

Frau Wolf, Putzen soll möglichst wenig Zeit einnehmen. ­Warum hat Saubermachen immer noch ein so schlechtes Image?

Ob man Putzen als lästig empfindet oder nicht, ist Einstellungssache. Dennoch: Wir müssen den ganzen Tag über Leistungen erbringen – und auch die Wohnung sauber zu halten empfinden wir als Aufgabe, als eine Art Leistung. Wegen des üblichen Alltagsstresses haben wir den Kopf dafür nicht richtig frei und fühlen uns vom Saubermachenmüssen unter Druck gesetzt. Viele von uns…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 11/2021: Egoisten
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