Wie unsere Arbeit uns prägt

Dossier Beruf & Leben: Die meisten von uns verbringen den größten Teil des Tages im Job. Wie sehr formen uns die Erfahrungen dort?

Unsere Arbeit prägt uns, aber die Persönlichkeit beeinflusst unsere Berufswahl © Katharina Bourjau

Mein Job, das bin ich (nicht): Wie unsere Arbeit uns prägt

Die meisten von uns verbringen den größten Teil ihres Tages mit Arbeit. Wie sehr formen uns die Erfahrungen, die wir im Beruf und mit Kollegen machen? Werden wir andere durch unseren Job?

Der Apostroph ist ein unscheinbares Zeichen, kaum größer als ein i-Punkt und eigentlich – so sollte man meinen – entsprechend leicht zu übersehen. Manche Menschen haben für ihn jedoch einen ziemlich guten Blick entwickelt. Zum Beispiel Bastian Sick: Im Januar 2004 widmete der Journalist und Buchautor dem Auslassungszeichen eine 6500Zeichen-Kolumne auf Spiegel Online. Darin befürchtete er einen „alles verheerenden Häk’chen-Hagel“, beklagte die „Mango’s und Kiwi’s“, die neuerdings verkauft würden, und dass man zu McDonald’s nun „recht’s“ rausfahren müsse.

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert verdient Sick seine Brötchen damit, andere zu korrigieren. Zum Apostroph pflegt er ein besonders angespanntes Verhältnis. In seinem zuletzt erschienenen Buch Schlagen Sie dem Teufel ein Schnäppchen (KiWi, Köln 2017) räumt der 52-Jährige dem „Amoklauf“ des oft missbrauchten Satzzeichens ganze acht Seiten ein. Material hat Sick genug – nicht nur, weil ihn seine Leser regelmäßig mit neuen Fundstücken versorgen. Er hält kuriose Apostrophierungen auch selbst mit der Kamera fest. „Wenn man auf eine bestimmte Sache aufmerksam geworden ist, sieht man sie plötzlich überall“, sagt er.

Was macht der Job aus uns?

Der Korrektor, der überall Fehler sieht. Die Lehrerin, die mit Erwachsenen spricht, als wären sie Schüler. Der Polizist, der stets das Schlechteste von seinen Mitmenschen denkt. Sind das Klischees? Wie sehr prägt unser Beruf unsere Weltanschauungen, unser...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 1/2018: Das erlaube ich mir!
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