Der neue Hochzeitskult

Traditionelle Hochzeitsriten liegen wieder im Trend. Ist dies ein Rückfall in alte Geschlechterrollen - oder ein Ausdruck von Emanzipation?

Der Vater führt die Braut zum Altar: Ein selbstbewusstes Spiel mit überholten Rollen? ©Getty

Der neue Hochzeitskult und die alten Rollen

Die Frau, ganz in Weiß, wird vom Vater an den Traualtar geführt und dort dem Ehemann überantwortet. „Traditionelle“ Hochzeitsriten liegen wieder im Trend. Ein Rückfall in alte Geschlechterrollen? Oder ist gerade dieses Spiel mit längst überwundenen Klischees ein Ausdruck von Emanzipation?

Mareike und Mark feierten die Party ihres Lebens. Ihre Hochzeit in der Karibik ging über mehrere Tage. Die halbe Familie und ein paar enge Freunde hatten den Langstreckenflug auf sich genommen. Eine Yacht war gebucht, Häppchen für die illustre Gesellschaft gab’s beim Schippern im türkisfarbenen Meer am Tag vor der Trauung. Am nächsten Vormittag dann die Zeremonie am Strand, und später saßen alle von der besten Freundin bis zur Großmutter rund um den Pool im exklusiven Restaurant bei Loungemusik.

Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von der Traumhochzeit. Aber der Trend ist: Das Eheversprechen wird immer häufiger zum Großereignis. Eine „Eventisierung“ beim Heiraten nennt das die Soziologieprofessorin Paula-Irene Villa von der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Nachdem die Zahl der...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 8/2018: Alles zu meiner Zeit
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