Terror ist gut fürs Geschäft

Wenn ein Terroranschlag passiert, reagieren die Medien. Das ist selbstverständlich. Doch Experten kritisieren die Art und Weise der Berichterstattung, die den Medien hohe Aufmerksamkeit garantiert, aber auch den Terroristen zur erhofften Publicity verhilft. Ein unauflösbares Dilemma?

Terror ist gut fürs Geschäft

Wenn ein Terroranschlag passiert, reagieren die Medien. Das ist selbstverständlich. Doch Experten kritisieren die Art und Weise der Berichterstattung, die den Medien hohe Aufmerksamkeit garantiert, aber auch den Terroristen zur erhofften Publicity verhilft. Ein unauflösbares Dilemma?

In seinem Buch Die Kunst des Krieges schrieb der chinesische General und Philosoph Sunzi: „Töte einen, ängstige zehntausend.“ Nach derselben Methode verfahren Terroristen 2500 Jahre später. Nie zuvor war es so einfach wie heute, mit einer spektakulären Tat eine Unzahl von Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen. Vor allem das Fernsehen und Internet verbreiten Bilder und Berichte jederzeit und praktisch überall. Dabei folgt das Mediengeschäft bestimmten Regeln. „Hund beißt Mann“ ist keine Nachricht, „Mann beißt Hund“ dagegen schon, lautet eine alte Journalistenweisheit. Interessant ist das Ungewöhnliche. Ein weiteres Kriterium: Negatives hat einen höheren Nachrichtenwert als Positives. „Aufmerksamkeit gewinnt man vor allem durch dramatische, emotional aufwühlende Ereignisse. Daher sind Berichte über Kriege, über Krisen, über Konflikte und Katastrophen so dominant“, erklärte der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen von der Universität Tübingen kürzlich in einem Interview mit dem NDR.

Allerdings finden die Medien in uns auch willige Abnehmer für ihre Storys. Dabei ist es gerade bei Terrorattacken nicht (nur) Sensationsgier, die uns antreibt. „Eine intensive Berichterstattung erzeugt die Illusion, Informationen aufnehmen zu können, die für die eigene Sicherheit relevant...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 9/2017: Wie tickt dieser Mensch?
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