Als der Sex in die Schulen kam

Die Geschichte der Sexualpädagogik zeigt, wie politisch Sex stets war – und noch immer ist.

So fing alles an: In einer Hamburger Klasse stehen im Dezember 1968 die Fortpflanzungsorgane auf dem Lehrplan. ©Interfoto/Marz

Als der Sex in die Schulen kam

Die sexuelle Revolution brach mit Tabus und Zwängen. Auch im Unterricht und in der Erziehung wird das Thema Sex seither nicht mehr schamhaft umschifft. Doch die Geschichte der Sexualpädagogik in Deutschland zeigt auch, wie politisch Sex stets war – und ist

Um keusch zu bleiben, müssen wir vor allem schamhaft sein: Die Schamhaftigkeit ist eine Schutzmauer der Keuschheit. Wir müssen unsere Augen und Ohren und unsere Gedanken bewahren und unsere Triebe in Zucht halten. Um keusch zu bleiben, müssen wir alles meiden, was zur Unkeuschheit führen kann: schlechte Schriften und Bilder, Schaustellungen und Tänze, schlechte Kameraden und schlechte Gesellschaft; unehrbare Kleidung, Müßiggang und Verweichlichung.“ So klang es in einem 1955 neu aufgelegten Lehrbuch für den katholischen Religionsunterricht.

Im Jahr 2018 gibt der Berliner Senat eine Aufklärungsbroschüre mit dem Titel Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben heraus. Als sexualpädagogisches Handbuch für Kita-Erzieherinnen und -Erzieher ist sie gedacht und beantwortet Fragen wie diese: „Wie begegne ich...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 11/2018: Manipulation durchschauen
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