Diktat der Fitness

Im Interview thematisiert der Historiker Jürgen Martschukat die Ursprünge des heutigen Fitnessbooms und die Auswirkungen auf uns.

Menschen joggen in der Dämmerung mit Stirnlampe auf dem Kopf und fügen sich damit dem Zeitalter der Fitness
Im Dämmerlicht, vor oder nach der Arbeit, zu joggen ist für uns heute normal – aber eine relativ neue Entwicklung © SolStock/Getty Images

Herr Martschukat, es ist Januar, der Monat der guten Vorsätze. Viele wollen im neuen Jahr mehr Sport treiben. Ist das ein Zeichen unserer Zeit?

Ja, das würde ich sagen. Wir nehmen Sport und Bewegung heute oft als selbstverständlich an oder als ein natürliches Bedürfnis, als Wunsch, der aus uns herauskommt. Tatsächlich ist dies aber Teil einer historischen Formation. Wir leben in einem Zeitalter der Fitness.

Woran machen Sie das fest?

Unter anderem an den vielen sporttreibenden Menschen und…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 2/2020: Wer bin ich noch?
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