Im Fokus: Wie ist Salafismus?

Es gibt viele falsche Vorstellungen über Menschen, die dem Salafismus angehören, so Ethnologin Mira Menzfeld. Sie erforscht seit Jahren ihre Kultur.

Auf einem grünen orientalischen Teppich liegen der Koran, ein Glas Tee und eine Glasschale mit Datteln
Salafis ist es wichtig, dass nichts und niemand anderes neben Gott verehrt wird. © iStock/Getty Images/karammiri

Frau Menzfeld, wer „Salafist“ hört, der denkt sofort an Böses. Ist das ein unzulängliches Stereotyp?

Nein, wenn wir bei dem Wort Salafist bleiben, dann denke auch ich an Böses. Denn Salafist ist ein wertender Ausdruck, der im Laiensprachgebrauch, aber auch in der Prävention von Radikalisierung verbreitet ist. Wenn man ihn verwendet, muss man bedenken, dass man damit eine normative Vorbeurteilung der Menschen dieser bestimm­ten Glaubensrichtung vornimmt. Will man das nicht tun, dann nennt…

Sie wollen den ganzen Artikel downloaden? Mit der PH+-Flatrate haben Sie unbegrenzten Zugriff auf über 2.000 Artikel. Jetzt bestellen

Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 3/2022: Burn on
Anzeige
Psychologie Heute Compact 75: Selbstfürsorge