Schwester Gertrud

In ihrer Kolumne stellt Mariana Leky die stürmische Krankenschwester Gertrud vor, die sich eine glückliche Kindheit wahrhaftig verdient hat.

Schwester Gertrud ist überall zugleich. ©Elke Ehninger

Schwester Gertrud und die glückliche Kindheit

Gertrud, Krankenschwester in einer Notaufnahme, sieht überhaupt nicht aus, als würde sie Gertrud heißen. Sie trägt einen pinkfarbenen Kurzhaarschnitt und ist so riesig, dass man glaubt, sie könne mit einem nur leicht angehobenen Arm den Accent aigu aus dem Wort Charité vom Dach des Krankenhauses abstauben. Sie ist alterslos im Bereich zwischen dreißig und fünfzig, sie hat Arme, mit denen man Menschen wuchten kann, und sie ist stämmig wie der Rettungswagen, aus dem sie meinen Onkel Ulrich und mich herausholt. Wir sind hier, weil mein Onkel Ulrich sich plötzlich nicht mehr bewegen kann.

Es wirkt dramatisch, wenn einer plötzlich Arme und Beine nicht mehr rühren kann, aber hier sind wir ein leichterer Fall. Ein leichterer Fall ist man hier, wenn Kopf und Herz noch planmäßig ihren Dienst versehen.

Onkel Ulrich liegt auf einer Pritsche, ich sitze daneben. Um uns herum gibt es zwei weitere Liegen. Auf einer befindet sich ein violetter nackter Mann, der nach Ammoniak und Galle riecht und in regelmäßigen Abständen irgendetwas grölt, auf der anderen liegt eine winzige steinalte...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 11/2018: Manipulation durchschauen
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