Akzeptanz lernen

Die Techniken der Akzeptanz- und Commitmenttherapie zeigen einen positiven Weg auf, wie wir mit Kummer und unangenehmen Gefühlen umgehen können.

Die eigenen negativen Gefühle anzunehmen, macht vieles leichter. © Stephan Schmitz

Akzeptanz lernen

Es ist völlig normal, ­Kummer und unangenehmen Gefühlen mit allen ­Mitteln ­ausweichen zu ­wollen. Doch ­damit wird das ­Negative ­chronisch. Sechs Techniken der ­Akzeptanz- und ­Commitmenttherapie zeigen ­einen positiveren Weg auf

Illustration zeigt eine Frau, die ihren eigenen Schatten an den Händen hält
Die eigenen negativen Gefühle anzunehmen, macht vieles leichter.

1. Die ganze Situation annehmen

Viele Kämpfe rund um Dinge, die nicht zu ändern sind, beginnen im Alltag. Eine lohnende Übung ist deshalb, sich gelegentlich hinzusetzen und zu fragen: „Gibt es etwas, das ich gerade nicht gut akzeptieren kann?“ Das ist vielleicht eine Situation im Beruf sein, das Verhältnis zur Schwiegermutter oder eine riesige Baustelle in der Umgebung. Psychotherapeut Andreas Knuf rät, sich die betreffende Situation in ihrer Gesamtheit anzuschauen und sie in allen Aspekten zu betrachten. Also etwa zu verstehen, dass man die Schwiegermutter manchmal auch mag, sich aber gelegentlich von ihrem grenzüberschreitenden Verhalten angegriffen fühlt, weil man sich dann minderwertig oder ohnmächtig vorkommt. In diesem Prozess lernt man „zu akzeptieren, dass man die Situation nur schwer akzeptieren kann“. Dadurch löst sich das Problem zwar nicht, aber man versteht es besser – und hört mit großer Wahrscheinlichkeit auf, die ganze Zeit zu kämpfen und zu hadern.

2. Sing deine Sorgen

Wann immer wir unangenehme Gefühle wie Ängste oder Trauer erleben, sind diese begleitet von bedrohlichen Gedanken oder Gefühlen. Wer nach einer Trennung beispielsweise „Ich treffe nie mehr jemanden, der mich mag“ oder „Wie soll ich bloß allein zurechtkommen“...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 5/2018: Akzeptieren, wie es ist
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