Vorsicht bei der Kleiderwahl!

Es gibt gute Gründe, am Morgen länger vor dem Kleiderschrank zu verweilen. Denn was wir anziehen, prägt das Bild, das andere von uns haben. Aber was noch wichtiger ist: In welche Jacke, Hose oder Bluse wir schlüpfen, beeinflusst auch uns selbst

Vorsicht bei der Kleiderwahl!

Es gibt gute Gründe, am Morgen länger vor dem Kleiderschrank zu verweilen. Denn was wir anziehen, prägt das Bild, das andere von uns haben. Aber was noch wichtiger ist: In welche Jacke, Hose oder Bluse wir schlüpfen, beeinflusst auch uns selbst

Seitdem wir als Kind das erste Mal allein entscheiden durften, ob wir lieber im roten oder grünen Pullover in die Welt hinausgehen, begleitet uns eine Frage durchs Leben: Was ziehe ich heute an? Jeden Morgen stehen wir vor dem geöffneten Kleiderschrank und wählen aus unserem Fundus die Kollektion für den Tag. Mancher greift, ohne lange nachzudenken, zu irgendwelchen Stücken, andere stellen ihr Outfit sorgfältig zusammen.

Wer viel Zeit auf das Ankleiden verwendet, gilt schnell als oberflächlich, hat aber möglicherweise ein besseres psychologisches Gespür als andere. Die Forschung der vergangenen Jahre zeigt, dass unsere Kleidung ein äußerst machtvolles Beeinflussungsinstrument ist. Nicht nur lenkt sie den Eindruck, den andere von uns haben, in eine bestimmte Richtung – sie hat auch eine durchgreifende Wirkung auf uns selbst. Stimmung, Selbstbild, sogar Konzentration und Denkvermögen lassen sich durch eine gekonnte Auswahl des Outfits steuern.

William James, einer der Gründungsväter der modernen Psychologie, betrachtete die Kleidung als wichtigen Teil des Selbst, wichtiger als Familie, Heim und Besitz. Die meisten Menschen wären lieber eine physisch unattraktive, aber jederzeit makellos gekleidete Person als eine Schönheit, die...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 8/2016: Die Harmonie-Lüge
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