Therapie ist nichts für mich!

Viele Männer denken, sie bräuchten keinen „Seelenklempner “, so etwas sei Schwäche. Ganz so einfach ist es aber nicht, sagen Psychotherapeuten.

Männer empfinden Psychotherapie als Schwäche und können schwer Hilfe annehmen. ©Inga Israel

„Ich brauche eigentlich keine Therapie“

Psychotherapien mit Männern gestalten sich oft schwierig. Denn viele sehen in der ­Tatsache, Hilfe zu benötigen, eine Schwäche. Für die Praktiker ist das eine besondere Herausforderung

Vor wenigen Wochen meldete sich ein neuer Patient bei Thomas Wagner. Der tiefenpsychologische Psychotherapeut, dessen Name hier geändert ist, hat Räume in der Münchner Innenstadt. Zu ihm kommen vorwiegend Männer, die in klassischen Wirtschaftsberufen arbeiten, die also gewohnt sind, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Der neue Patient berichtete am Telefon über Schlafstörungen und kam drei Tage später zum Erstgespräch, ein großgewachsener Mann im teuren Anzug mit tiefen Schatten unter den Augen. Er setzte sich und legte Portemonnaie, Handy und seinen prallen Terminkalender vor sich auf den Tisch. „Ich habe leider wenig Zeit“, begann er, „ich bin beruflich sehr stark eingebunden. Nur damit Sie das schon mal wissen.“ Dieser Einstieg sei ganz typisch für die Männer, mit denen er in seiner Praxis zu tun hat, erzählt Wagner. „Viele meiner Patienten haben Schwierigkeiten damit, eine Psychotherapie...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 1/2018: Das erlaube ich mir!
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