Über 40! Was die Lebensmitte so besonders macht

Wer heute über 40 Jahre alt ist, hat viele Möglichkeiten, noch einmal durch­zustarten. Die Lebensmitte verschiebt sich nach hinten und kann immer individueller gestaltet werden. Wird die Midlife-Crisis damit zum Auslaufmodell? Die Forschung zeichnet ein widersprüchliches Bild

Über 40! Was die Lebensmitte so besonders macht

Wer heute über 40 Jahre alt ist, hat viele Möglichkeiten, noch einmal durch­zustarten. Die Lebensmitte verschiebt sich nach hinten und kann immer individueller gestaltet werden. Wird die Midlife-Crisis damit zum Auslaufmodell? Die Forschung zeichnet ein widersprüchliches Bild

Im Roman Die dunkle Seite des Mondes von Martin Suter durchlebt die Hauptfigur Urs Blank eine typische Midlife-Crisis: Unzufrieden mit dem Job als Anwalt, mit seiner Ehe und dem gleichförmigen Alltag, stürzt er sich in eine Affäre mit einem jungen Hippiemädchen. Abenteuerlust packt den 45-Jährigen. Doch nach einem Drogentrip verliert er die Kontrolle über sein Leben und findet sich schließlich als Einsiedler im Wald wieder. Zudem ermittelt die Polizei gegen ihn.

Was immer einem Mann oder einer Frau über 40 an Ungewöhnlichem widerfährt – neuer Job, neuer Partner, gedrückte Stimmung, Grübeleien oder ein ungewohnt exaltiertes Auftreten –, das Urteil ist schnell gefällt: Midlife-Crisis! Film und Literatur erzählen uns viele Spielarten dieser seltsamen Krise in der Lebensmitte. Vor allem Männer stehen im Ruf, sich mit jüngeren Partnerinnen und schnellen Motorrädern frische Selbstbestätigung zu verschaffen; Frauen sollen angeblich ihre egozentrische, kompromisslose Seite entdecken, langjährige Beziehungen beenden und andere radikale Wenden vornehmen.

Diese Krise scheint im Lebensverlauf so unausweichlich wie die Trotzphase in der Kindheit, die Pubertät in der Jugend und der Abbau im Alter. Gemeint ist ein psychischer Zustand der Verunsicherung und kritischen Wahrnehmung des bisherigen Lebens sowie der verbliebenen Restzeit und ihrer...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2015: Moment mal!
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