Die langen Nächte ohne Schlaf

In ihrer Kolumne macht sich Schriftstellerin Mariany Leky diesmal auf, die Schlaflosigkeit zu ergründen.

Schäfchen zählen – hilft das beim Einschlafen? Oder sollten wir lieber alle schlaflosen Nächte zählen? ©Elke Ehninger

Die Nächte, in denen wir nicht schliefen

Als ich heute Morgen die Wohnungstür öffne, höre ich von unten schwere und langsame Schritte auf der Treppe. Da kommt jemand Altes, denke ich. Es ist dann aber Frau Wiese. Frau Wiese wohnt einen Stock über mir und sieht dieser Tage aus wie ein Pirat, weil sie wegen einer Augensache eine Klappe im Gesicht trägt.

Heute sieht sie aus wie ein betagter Pirat, dabei ist Frau Wiese um die vierzig. „Schlecht geschlafen?“, frage ich. „Überhaupt nicht geschlafen“, sagt Frau Wiese. Ich sage, das sei ja kein Wunder bei dem Auge. „Nein“, sagt Frau Wiese, „das tut gar nicht mehr weh. Ich habe einfach so kein bisschen geschlafen.“

Frau Wiese und ich sind Expertinnen in Schlaflosigkeit. Wohlgemerkt: in, nicht für. Wir setzen uns auf den Treppenabsatz und fachsimpeln. Wegen der akuten Schlaflosigkeit fachsimpelt Frau Wiese eher einsilbig.

Frau Wiese hat letzte Nacht alle Phasen der Schlaflosigkeit vorbildlich hinter sich gebracht. Als Erstes hat sie die Augen geschlossen. Keine schlechte Idee, wenn man einschlafen möchte, und eine recht anspruchslose Aufgabe, wenn das eine Auge sowieso schon...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 8/2018: Alles zu meiner Zeit
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