Coaching – Hilfe zur Selbsthilfe

Dossier Beruf & Leben: Menschen, die in beruflichen Fragen Unterstützung suchen, nehmen immer häufiger ein Coaching in Anspruch. Wie wirksam ist das?

Dossier Beruf und Leben: Coaching – Hilfe zur Selbsthilfe

Menschen, die in beruflichen Fragen individuelle Unterstützung suchen, nehmen immer häufiger ein Coaching in Anspruch. Wie wirksam ist dieses Format der Persönlichkeits- und Personalentwicklung? Kann Coaching auch unerwünschte Folgen haben? Woran erkennt man seriöse Anbieter?

Wäre es nicht schön, die nächste Präsentation bei der Geschäftsführung im guten Gefühl der eigenen Kompetenz vorzubereiten? Konstruktiv und entschieden den Konflikt mit dem neuen Kollegen zu lösen? Guten Gewissens das Diensthandy am Wochenende auszuschalten? Den nächsten Schritt der Karriere voller Selbstbewusstsein und Vorfreude zu planen? Und wäre es nicht herrlich, all diese Themen nicht nachts zwischen halb drei und vier Uhr zu durchdenken, sondern gut ausgeschlafen am Arbeitsplatz? Wenn das allein nicht gelingt – wer kann helfen? Das ist immer häufiger ein Coach.

Seit seinen Anfängen in den späten 1970er Jahren hat sich Coaching mittlerweile als eigenes Format in der Personal- und Persönlichkeitsentwicklung etabliert. In einer immer komplexeren Arbeitswelt kann es eine Hilfestellung sein, den enormen Belastungen durch permanente Beschleunigung und hohen Konkurrenzdruck besser zu begegnen. Nach dem Selbstverständnis der Branche, wie es etwa Christopher Rauen, Coach und Vorstand des Deutschen Bundesverbandes Coaching (DBVC), formuliert, ist Coaching ein Prozess der Begleitung und individuellen Unterstützung. Im Vordergrund stehen berufliche Anlässe, aber naturgemäß spielen häufig auch private Inhalte in den Prozess hinein. Der Coach soll möglichst keine direkten Lösungsvorschläge liefern, sondern den Klienten anregen, sich Ziele zu setzen und eigene Wege zur Klärung zu entwickeln. Er zielt idealerweise immer auf eine Förderung von Selbstreflexion, Selbstwahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung.

Coaching ist damit weder Psychotherapie, bei der Störungen mit Krankheitswert behandelt werden, noch Beratung, in der ein Experte dem Kunden Rezepte zur Problemlösung vermittelt. Es ist auch kein Mentoring, bei dem erfahrene Kollegen jungen Mitarbeitern Orientierung geben. Coaching will...

Den kompletten Artikel können Sie bei uns kaufen oder freischalten.

Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2017: Gekonnt überzeugen
file_download print

News

Leben
Eine neue Studie zeigt: Im REM-Schlaf, wenn wir träumen, verarbeiten wir aufrüttelnde Erlebnisse des Tages – es sei denn, wir werden daran gehindert ...
Leben
Ständig denken wir darüber nach, was uns und andere ausmacht: das "wahre Selbst".
Beziehung
Toxische Beziehungen: Wie Partner von Narzissten deren Strategien nachahmen