„Frauen schaffen es, aus einem Elefanten eine Mücke zu machen“

Was wollen Frauen? Wie ticken sie? Warum machen sie sich das Leben so schwer? Der Kabarettist Florian Schroeder befasst sich in seinem neuen Buch mit dem weiblichen Geschlecht und macht ihm eine Liebeserklärung. Fast

„Frauen schaffen es, aus einem Elefanten eine Mücke zu machen“

Was wollen Frauen? Wie ticken sie? Warum machen sie sich das Leben so schwer? Der Kabarettist Florian Schroeder befasst sich in seinem neuen Buch mit dem weiblichen Geschlecht und macht ihm eine Liebeserklärung. Fast

Herr Schroeder, Ihr neues Buch trägt den Titel Frauen. Fast eine Liebeserklärung. Warum nur „fast“?

Spannend wird die Beschreibung aus männlicher Sicht dann, wenn sie auch ambivalent bleibt. Wenn zum Verständnis für die alltägliche Überlastungssituation der Frau zwischen verruchter Liebhaberin und treusorgender Mutter, zwischen Perfektion im Job und Optimierung der Partnerschaft auch ein Kopfschütteln kommt: Warum nehmen Frauen nach wie vor so viel hin? Zum Beispiel dass sie mehr bezahlen und weniger verdienen. Und das fängt bei Kindern schon an: Das pinke Schaumbad mit dem Namen „Sternenzauber“ für Mädchen kostet bis zu 40 Prozent mehr als das blaue für Jungen mit dem schönen Namen „Saubär“. Ob Einwegrasierer, Kurzhaarschnitt oder Krankenkassenbeitrag – Frauen zahlen immer mehr! Warum machen sie das mit?

Zu Beginn Ihres Buches zitieren Sie Sigmund Freud. Er meinte: „Auch nach meinem dreißigjährigen Studium habe ich immer noch nicht herausgefunden, was Frauen wollen.“ Und Sie ergänzen: „Ohne dreißigjähriges Studium geht es mir auch nicht anders.“ Dann aber schreiben Sie ein ganzes Buch über das weibliche Geschlecht – und mir scheint, Sie haben eine Menge verstanden. Irre ich mich?

Was mich mit Freud hier verbindet, ist vielleicht eher ein Bewusstsein für die Rätselhaftigkeit des Wesens Frau, die aus männlicher Sicht unbedingt erhalten werden muss. Was wir vollständig verstanden haben, interessiert uns nicht mehr, damit sind wir fertig – und das wäre doch sehr traurig.

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2017: Gekonnt überzeugen
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