Trumps Aufstieg als Symptom

Wer den US-Präsidenten für psychisch krank erklärt, macht es ich zu einfach. Der Psychiater Allen Frances fragt, was Trumps Erfolg über uns sagt

Donald Trump wurden bereits zahlreiche psychische Störungen attestiert. Doch was heißt das für uns? ©Michael Szyszka

Nicht Trump ist verrückt, sondern unsere Gesellschaft

Wer den US-Präsidenten Donald Trump für ­psychisch krank ­erklärt, erspart sich die Frage nach der Eigenverantwortung, meint der Psychiater ­Allen Frances. Trumps Aufstieg ist für ihn das Symptom einer Welt in Not

Donald Trumps psychische Gesundheit beziehungsweise ihr Nichtvorhandensein ist ein ständiges Thema im Internet, in Nachrichtensendungen, in Magazinen und Tageszeitungen. Politologen, Politiker und Komiker haben die sogenannte „Bibel“ der Psychiatrie gewälzt, das Diagnostische und Statistische Manual Psychischer Störungen (DSM), und gelangten zu dem Schluss, dass Trump unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet. Schon bald stimmten viele Psychologen und einige Psychiater zu. Ein vermeintlich übergeordnetes Wohl, die Interessen der Nation, verleitete sie dazu, die selbstauf-erlegte Verpflichtung aufzuheben, keine Ferndiagnosen von Politikern zu stellen. Zahlreiche patriotisch formulierte Petitionen wurden auf den Weg gebracht, eine – sie war von über fünfzigtausend Menschen unterzeichnet – verkündete beispielhaft: „Wir, die...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 3/2018: Heilkraft Meditation
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