Gekonnt überzeugen

Die eigenen Interessen durchsetzen. Andere überzeugen. Erreichen, was einem wichtig ist. Kann das gelingen, ohne Porzellan zu zerschlagen und Beziehungen zu belasten? Wie bringen wir andere dazu, genau das zu wollen, was wir für richtig halten?

Gekonnt überzeugen

Die eigenen Interessen durchsetzen. Andere überzeugen. Erreichen, was einem wichtig ist. Kann das gelingen, ohne Porzellan zu zerschlagen und Beziehungen zu belasten? Wie bringen wir andere dazu, genau das zu wollen, was wir für richtig halten?

Sie möchten mit ein paar Freunden ausgehen, aber Sie können sich nicht auf das Restaurant einigen. Irgendjemand in der Abteilung muss einen unangenehmen Job übernehmen, aber Sie möchten sicher sein, dass nicht Sie das sind. Sie wollen Ihren Partner zur Familienfeier mitnehmen, und Sie wissen genau, dass er sich mit allen Kräften dagegen sträuben wird. Dies sind alltägliche Beispiele, in denen es darum geht, den eigenen Willen, eigene Pläne und Interessen erfolgreich durchzusetzen. Wie kann das gelingen, ohne dass dabei Porzellan zerschlagen und Beziehungen zerstört werden?

In der Kunst, etwas erfolgreich zu erbitten oder auch einzuklagen, sind wir erstaunlich unbegabt. Häufig scheuen wir in vorauseilender Resignation die Auseinandersetzung und versuchen gar nicht erst, den anderen zu überzeugen. Möglicherweise ist die fehlende Überzeugungskompetenz in einer tiefen Scheu begründet: Wir wollen zwar unsere Ziele erreichen, aber wir haben auch gelernt, dass man andere nicht manipulieren soll, dass es unfein ist, ihnen unseren Willen aufzuzwingen. So etwas tut man nicht!

Doch Beeinflussung findet immer und überall statt. Es kommt – wie in allen zwischenmenschlichen Beziehungen – darauf an, ob man sie für gute oder schlechte Zwecke einsetzt. Tatsache ist: Wir alle versuchen ständig, andere zu manipulieren, schon von Kindesbeinen an: Kinder quengeln so lange,...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2017: Gekonnt überzeugen
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