Artikel zum Thema Sozialpsychologie

Die Sozialpsychologie erforscht, wie sich Menschen gegenseitig beeinflussen. Mit Experimenten und anderen wissenschaftlichen Methoden werden nicht nur Dynamiken in Paarbeziehungen oder Interaktionen in Gruppen untersucht, sondern auch der indirekte soziale Einfluss – zum Beispiel durch Werbebotschaften .

Eine Grundannahme der Sozialpsychologie ist, dass Menschen soziale Lebewesen sind: ohne familiäre, freundschaftliche oder Paarbeziehungen vereinsamen wir. Die Einbindung in eine Gruppe – eine Partei, einen Fußballverein oder eine Gewerkschaft – bringt vielfältige, auch gesundheitliche Vorteile mit sich; man fühlt sich zugehörig, teilt Wertvorstellungen und andere Merkmale. Forschende untersuchen soziale Phänomene wie Empathie, Kooperation und Hilfsbereitschaft – aber auch die dunklen Seiten des Miteinanders: Unter welchen Bedingungen sind Gruppendruck oder eine charismatische Führungsperson stärker als unser moralischer Kompass? Verleitet Gruppendenken zu schlechteren Entscheidungen? Wie lässt sich Gewaltbereitschaft vorbeugen?

Sozialpsychologische Studien und Modelle können helfen, den gesellschaftlichen Umgang mit Krisen und Krieg einzuordnen. So wird die Schieflage zwischen unserem Wissen um die Klimakrise und unserem Umweltverhalten gerne mit der Konsistenztheorie erklärt: Sie besagt, dass wir lieber Fakten zurechtrücken, als einmal etablierte Gewohnheiten zu ändern. Besonders im Kontext der Coronakrise beschäftigen sich Sozialpsychologinnen und Sozialpsychologen zudem mit der massiven Verbreitung von Verschwörungserzählungen und der Frage, wie wir uns gegen Fake News wappnen können.

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In einem Experiment untersucht Anna Felnhofer Reaktionen auf sozialen Ausschluss. Beschämt erinnert sie sich an eine Kindheitsepisode.
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Wie kommen die Menschen, die in Polarstationen oft viele Monate ausharren, mit dem Leben in Kälte, Dunkelheit und Isolation zurecht?
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Früher waren Polarexpeditionen hochriskant – nur wenige überlebten. Von den Anfängen und wie die Disziplin der Polarpsychologie entstand.
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Mit Verboten haben viele Menschen ein Problem, wir lassen uns nicht gerne einschränken. Ob wir beim Klimawandel ohne Verbote auskommen, ist fraglich.
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Es drängt, aber nichts geht: Warum fühlen wir uns auf öffentlichen Toiletten so unwohl, vor allem beim Warten? Über die Psychologie der Kloschlange.
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Jeder tut es täglich, die wenigsten aber richtig: Sich beschweren. Nörgelei kann nämlich der seelischen Hygiene nutzen. Aber: Die Dosis macht das Gift
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Ob Maßnahmen gegen den Klimawandel oder Rauchverbot: Im Nachhinein identifizieren wir uns oft mehr mit den getroffenen Entscheidungen.
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Eine Soziologin untersuchte, mit welchen Erwartungen Nationalismus verbunden ist.
Leben
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