Gruseln in Tschernobyl

Trend „Dark Tourism“: Was bewegt Menschen dazu, an Schreckensorte zu reisen, die vom Leid anderer künden?

Touristen in Prypjat, weniger als drei Kilometer entfernt von Reaktor 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl. ©Gerd Ludwig/National Geographic

Gruseln inTschernobyl

Ob Ground Zero, die Killing Fields in Kambodscha oder die Sperrzone rund um den ehemaligen Nuklearreaktor in der Ukraine: Was bewegt Menschen dazu, zu Schreckensorten zu ­reisen, die vom Leid der anderen künden?

Mit einem Sundowner auf der Kaimauer sitzen und den Sonnenuntergang bewundern. Nach einer Wanderung verschwitzt und glücklich auf der Almhütte ankommen und mit einem Weizenbier in der Hand die spektakuläre Aussicht genießen. In Museen das Staunen wieder lernen. Inspiration, Genuss, Erholung, das ist der Stoff, aus dem die üblichen Urlaubsfantasien sind.

Doch eine wachsende Zahl von Touristen findet es verlockender, sich im Urlaub im ehemaligen Militärknast im Hafen von Riga anbrüllen und wegsperren zu lassen oder zu den Killing Fields in Kambodscha zu reisen, wo mehr als hunderttausend Menschen von den Roten Khmer ermordet wurden.

Statt ins Kunstmuseum zu gehen, pilgern sie gezielt zu Orten des Leids, bewegen sich auf den Spuren des viktorianischen Serienmörders Jack the Ripper durch London oder reisen mit dem Geigerzähler nach Tschernobyl und verschicken Selfies aus der Todeszone. Für...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 9/2018: Die Kraft des Verzeihens
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