„Wir waren alle ein wenig berauscht vom eigenen Mitgefühl“

Empathie ist das Modewort unserer Zeit. Doch sie oft nicht selbstlos und kann rasch kippen, mahnt der Kulturwissenschaftler Fritz Breithaupt.

Vor einiger Zeit hat Barack Obama über die Amerikaner gesagt, ihnen fehle vor allem Empathie. Ohne sie sei die Menschlichkeit in Gefahr. Stimmen Sie ihm zu?

Nein, das ist mir zu simpel. Ich glaube, wir trauen der Empathie zu viel zu, sehen in ihr so etwas wie eine unbedingte Garantie für Frieden und Humanität. Mit dieser Kurzsichtigkeit machen wir die Dinge aber schlimmer. Denn Mitgefühl allein garantiert keinesfalls, dass Menschen ethisch oder moralisch handeln.

Wie kann das sein?…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 3/2017: Schwäche zeigen!
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