Mensch wacht, Wagen macht

So mancher Autofahrer träumt vom autonomen Fahren. Doch vom komplett maschinell gesteuerten Auto sind wir noch viele Jahre entfernt. Bis dahin werden wir in hochautomatisierten Fahrzeugen unterwegs sein – was zu erheblichen psychologischen Problemen führt

Mensch wacht, Wagen macht

So mancher Autofahrer träumt vom autonomen Fahren. Doch vom komplett maschinell gesteuerten Auto sind wir noch viele Jahre entfernt. Bis dahin werden wir in hochautomatisierten Fahrzeugen unterwegs sein – was zu erheblichen psychologischen Problemen führt

Der Mann geht voll in die Eisen. Gerade noch rechtzeitig kommt sein ganz spezieller Wagen zum Stehen. „Oh, tut mir leid! Stimmt! Rote Ampeln kann er ja noch gar nicht erkennen“, bricht es aus ihm heraus. Das Team um Marc Kuhn von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart zeichnet jeden Kommentar seiner Testfahrer auf und atmet tief durch: Alles gut gegangen! Der Testfahrer saß in einem jener Gefährte, die wie ein Versprechen für eine neue automobile Ära wirken: das Zeitalter des autonomen Fahrens.

Fällt der Begriff, bekommen vielleicht auch Sie eine spontane Vision. Sie gehen raus vor die Tür, steigen in Ihr Auto, vorne oder hinten, programmieren im Navi, wohin Sie fahren wollen. Und drücken auf Start. Das Fahrzeug springt an und fährt los, ohne dass Sie bis zum Erreichen Ihres Ziels irgendetwas tun müssen, das mit Autofahren zu tun hat. Stattdessen machen Sie es sich bequem, lesen, spielen mit dem Smartphone, erledigen Arbeiten am Computer, schauen sich die Landschaft an. Oder Sie schlafen. Das nennt man autonomes Fahren. Der bestens programmierte Chauffeur macht immer und überall alles richtig. Was für ein Leben: Bahn fahren auf der Straße! Nur ohne lästige Leute im Abteil, die stören könnten.

Konflikt zwischen Mensch und Technik

Etliche Unternehmen – deutsche Autobauer wie Daimler und Volkswagen – arbeiten an der futuristischen Mobilität und werben kräftig. Die innovationsgetriebenen Heißsporne der kalifornischen Firma Tesla ohnehin. „Das autonome Fahren wird kommen“,…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2017: Gekonnt überzeugen
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