„Wähler entscheiden gegen ihre eigenen Interessen“

Zunehmend geben Bürger der unteren Mittelschicht bei Wahlen ihre Stimme konservativen oder rechtskonservativen Parteien. Immer im Glauben, dass diese eine Politik machen werden, die ihnen nützt. Doch das ist ein Irrtum, sagt der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Schweiger. Und erklärt im Interview, welche Rolle die Mediennutzung spielt

Herr Schweiger, Sie behaupten, dass viele Bürger gegen ihre eigenen Interessen wählen, weil sie unzureichend informiert sind. Was genau meinen Sie damit?

Ausgangspunkt dieser These ist die Beobachtung, dass Menschen der unteren Mittelschicht häufig konservative oder rechtskonservative Parteien wählen. Aber nach meiner Wahrnehmung vertreten diese Parteien nicht die Interessen dieser Wähler. Also entscheiden sich solche Menschen im Grunde mit ihrer Wahl gegen ihre eigenen Interessen, und…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 8/2017: Ich lass mir Zeit!
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