Die Lust an der Empörung

Jeder kann sich im Internet entrüsten, kann skandalisieren und diffamieren. Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen über Menschen in der "mentalen Pubertät" - und die Ethik der Kommunikation.

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Herr Professor Pörksen, in Ihrem neuen Buch Die große Gereiztheit geht es um das Internet als „digitalen Pranger“. Was hat Sie bewogen, dieses Thema jetzt aufzugreifen?

Skandale und Berichte darüber gab es schon immer, sie haben ihre wichtige Funktion. Aber ich sehe heute eine neue Evolutions- und Eskalationsstufe der Skandalisierung, eine publikumsgetriebene Logik der Enthüllung. Heute besitzt jeder die Instrumente und die Möglichkeit, öffentlich zu machen und anzuprangern, was ihm…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 4/2018: Die Kunst der Zuversicht
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