„Vom schwarzen und weißen Neid“

Neid gilt als böse, dabei kann er positive Entwicklungen anstoßen. Psychoanalytiker Eckehard Pioch über ein schambesetztes und zweischneidiges Gefühl.

Die Illustration zeigt einen Mann voller Neid mit einer Schlange auf dem Kopf, die mit geöffnetem Maul ihre gefährlichen Zähne zeigt.
Neid ist unangenehm und verpönt, dabei hat er sehr produktive Seiten. © Dorothea Pluta

Ich möchte mit Ihnen über Neid sprechen, merke aber, dass es ganz schön unangenehm ist, über die eigenen Neidgefühle nachzudenken. Warum ist das so?

Weil der Neid vom Vergleich lebt. Er entsteht aus der Wahrnehmung, dass jemand etwas besitzt, was ich nicht haben kann. Oder etwas ist, was ich selbst gern wäre. Ich fühle mich dann schmerzlich ausgeschlossen von dem, was ich begehre. Neid weist also auf einen eigenen Mangel hin. Viele empfinden es als beschämend, dass ihnen dieser Mangel so…

Den kompletten Artikel können Sie bei uns kaufen oder freischalten.

Artikel zum Thema
Gesellschaft
Warum schließen sich junge Männer rechtsradikalen Gruppen an? Was fasziniert junge Muslime an den Thesen von islamistischen Hasspredigern? Die…
Leben
Wir sind nicht davor gefeit, schadenfroh zu sein. Was sagen Psychologen über dieses Gefühl, das wir nicht mögen?
Gesellschaft
Spieglein, Spieglein an der Wand: Die sozialen Medien befeuern unseren Drang, uns mit anderen zu vegleichen. Bei Facebook, Instagram und Co gibt es weder…
Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2019: Werden, wer ich bin
Anzeige
Psychologie Heute Compact 71: Familienbande
file_download print

Die Redaktion empfiehlt

Beziehung
Zweifel an der eigenen Beziehung sind eine große Belastung – für den Partner und insbesondere den Betroffenen.
Leben
Die Persönlichkeitsstörung ist in aller Munde – überall lauern scheinbar selbstverliebte Egomanen. ► Doch wie tickt ein Narzisst wirklich?
Beruf
Viele Menschen fühlen sich erschöpft: zu viele Pflichten, zu viel Druck. Über den Zustand kurz vorm Burn-out – und wie wir uns daraus befreien.