„Es ist ein fragiles Geschehen“

Fiona Kazarovytska und Roland Imhoff forschten über kollektiven Narzissmus und unser Verhältnis zur NS-Vergangenheit.

Ein Denkmal in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald in der Dämmerung
© Otto Stadler/Getty Images

Frau Kazarovytska, Herr Imhoff, was bedeutet es aus psychologischer Sicht, einen „Schlussstrich“ unter bedeutende historische Ereignisse ziehen zu wollen?

Kazarovytska: Wir meinen damit den Wunsch, sich nicht mehr mit einem bestimmten Teil der Geschichte des eigenen Landes auseinandersetzen zu müssen. Häufig handelt es sich dabei um Ereignisse, die ein negatives Licht auf die eigene Gruppe werfen. Es geht also insbesondere um Geschehnisse, die mit der Täterschaft der Gruppe zu tun haben,…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: DAS DOSSIER Psychologie Heute: Narzissmus
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