Was essen Sie zum Frühstück?

Falsche Ernährungsgewohnheiten können eine Ursache von Depressionen sein, sagt die Psychiaterin Kelly Brogan. Sie verschreibt keine Antidepressiva mehr und erläutert ihre Gründe in ihrem aktuellen Buch Die Wahrheit über weibliche Depression. Psychologie Heute veröffentlicht einen Auszug daraus

Was essen Sie zum Frühstück?

Falsche Ernährungsgewohnheiten können eine Ursache von Depressionen sein, sagt die Psychiaterin Kelly Brogan. Sie verschreibt keine Antidepressiva mehr und erläutert ihre Gründe in ihrem aktuellen Buch Die Wahrheit über weibliche Depression. Psychologie Heute veröffentlicht einen Auszug daraus

Leiden Sie unter einem der folgenden Symptome: Stress, Unwohlsein, Angstzustände, innere Erregung, Erschöpfung, Libidoverlust, Gedächtnislücken, Reizbarkeit, Schlafstörungen, ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Überforderung und Niedergeschlagenheit? Sind Sie morgens nach dem Aufwachen meistens unmotiviert und antriebslos, schleppen sich durch den Tag und warten nur noch darauf, dass er endet? Vielleicht machen sich auch diffuse Ängste oder Panikattacken bemerkbar, ohne dass Sie wissen, warum? Und gelingt es Ihnen nicht, das Karussell Ihrer negativen Gedanken anzuhalten, das Sie an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit bringt?

Alle diese Beschreibungen gehören zu Symptomen, die normalerweise der Diagnose „klinische Depression“ zugeordnet werden. Wenn Sie diese Diagnose im Rahmen der konventionellen Medizin bekommen und dort Hilfe suchen, erhalten Sie wahrscheinlich ein Rezept für ein Antidepressivum aus der Klasse der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Die vorherrschende Theorie besagt, dass ein Mangel des Botenstoffs Serotonin eine Depression auslösen kann und dass diese Medikamente den Stoffwechsel des Neurotransmitters Serotonin positiv beeinflussen. Allerdings gibt es heftige Diskussionen darüber, ob es diesen Zusammenhang zwischen niedrigem Serotoninspiegel und Depression gibt. „Ich habe die ersten Jahre meiner beruflichen Laufbahn der Vollzeiterforschung des Serotoninmetabolismus im Gehirn gewidmet, aber keine Forschungsarbeit zu Gesicht bekommen, die überzeugend belegen konnte, dass psychiatrische Störungen gleich welcher Art, einschließlich der Depression, von einem Serotoninmangel im Gehirn herrühren“, stellt der Psychiater David Burns fest, der in den 1970er Jahren Serotoninforschungsprojekte durchführte.

Die Cochrane Collaboration, ein in London ansässiges Netzwerk, dem über 31 000 Wissenschaftler aus mehr als 140 Ländern angehören, führt die weltweit gründlichsten unabhängigen Analysen zur Erforschung des Gesundheitswesens durch. Gestützt auf Daten des British Medical Journal, des Journal...

Den kompletten Artikel können Sie bei uns kaufen oder freischalten.

Artikel zum Thema
Gesellschaft
Zu Zeiten Freuds war Hysterie die häufigste psychische Erkrankung. Dann verschwand sie von der Bildfläche. Wo hat sie sich versteckt?
Leben
Ein richtiger Mann hat keine seelischen Probleme. Diesem Bild versuchen viele Männer zu entsprechen. Doch zu­nehmend entdecken Forscher: Depressionen und...
Gesundheit
An Anorexie erkranken vor allem junge Frauen und Mädchen im Alter zwischen 14 bis 20 Jahren. Nur fünf bis zehn Prozent der Patienten sind männlich. Für Experten...
Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 10/2016: Das stille Ich
file_download print

Die Redaktion empfiehlt

Beziehung
Wenn der Partner sich immer öfter abwertend verhält, stellt sich die Frage, wie man Liebe wieder ins Gleichgewicht bringt – oder hinter sich lässt.
Beziehung
Zweifel an der eigenen Beziehung sind eine große Belastung – für den Partner und insbesondere den Betroffenen.
Gesellschaft
Selbsttötungen und Suizidgedanken sind weiter verbreitet, als man meint. Doch niemand spricht darüber. Dabei könnte genau das Leben retten.