Selbstsabotage!

Warum wir uns manchmal selbst im Wege stehen – und was wir dagegen tun können

Selbstsabotage!

Warum wir uns manchmal selbst im Wege stehen – und was wir dagegen tun können

Manchmal verhalten wir uns erstaunlich unklug: Wenn wir am Tag einer wichtigen Präsentation gerade alle Daten ausdrucken wollen und stattdessen auf den Button „Löschen“ drücken. Oder einen tollen Partner durch Streit und Nörgeleien in die Flucht schlagen. Oder eine Chance für eine Traumposition im Job spontan ausschlagen, weil es gerade im eigenen Team so nett ist. Auch wenn diese Beispiele in der Aufzählung absurd klingen: Jeder kennt Momente, in denen man sich eine Stunde, eine Woche oder ein Jahr später fragt: Warum habe ich das bloß gemacht? Was ist damals in mich gefahren? Wie konnte ich mir selbst dermaßen im Wege stehen?

Psychologen sprechen von Selbstbehinderung oder Selbstsabotage, wenn Menschen aktiv durch ihr eigenes Verhalten ihre Ziele und Wünsche durchkreuzen oder deren Gelingen verhindern. Die Vorstellung, dass man sich in alltäglichen ebenso wie in wichtigen Situationen selbst schaden könnte, hat etwas Bedrohliches. Und dennoch ist es ein weitverbreitetes Phänomen. Man kann sogar sagen: Bis zu einem bestimmten Punkt tun wir es alle, ob bei der Prüfungsvorbereitung oder der Partnerwahl. „Wir wollen gern glauben, dass Menschen stets rational oder konstruktiv handeln. Doch das ist ein Irrtum. Wir sabotieren uns ständig selbst“, sagt Rainer Sachse, Professor für klinische Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum. Das heiße allerdings nicht, dass wir die Verhaltensweisen, mit denen wir uns selbst schaden, bagatellisieren sollten. Im Gegenteil. „Es geht darum, einen Umgang mit der Selbstsabotage zu finden und zu verstehen, was uns dazu bringt, uns in bestimmten Situationen so offensichtlich selbstschädigend zu verhalten“, erklärt Sachse.

Sowohl Emotions- und Kognitionspsychologen als auch klinische Psychologen und Psychoanalytiker konnten mittlerweile unterschiedliche Selbstsabotagemechanismen belegen und herausarbeiten, wie das schädliche Verhalten zu bekämpfen ist.

Es lag an den Umständen

Häufig vermasseln...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 11/2017: Selbstsabotage
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