Besser sterben

Den Zeitpunkt und die Art unseres Todes können wir nicht bestimmen. Aber wir können die Stimmung beeinflussen, in der wir uns eines Tages vom Leben verabschieden. Zum Beispiel indem wir so leben, dass wir am Ende möglichst wenig zu bereuen haben

Besser sterben

Den Zeitpunkt und die Art unseres Todes können wir nicht bestimmen. Aber wir können die Stimmung beeinflussen, in der wir uns eines Tages vom Leben verabschieden. Zum Beispiel indem wir so leben, dass wir am Ende möglichst wenig zu bereuen haben

Im Kreis seiner Lieben flüstert der Sterbende ein paar bedeutungsvolle letzte Worte, schließt dann die Augen. Er verlässt die Welt voller Frieden im Gesicht, vielleicht sogar mit einem Lächeln, als spaziere er auf Zehenspitzen und Hand in Hand mit dem Tod davon. So geht Sterben – in vielen Filmen zumindest. In der Wirklichkeit serviert der Tod schon mal ein Kontrastprogramm: wochen- und monatelanges Hadern. Zweifel und Verzweiflung. Fragen, Sorgen, Ängste. Morphium, das die Schmerzen vertreibt, aber nie die inneren Dämonen: Das Gefühl, der Welt noch etwas schuldig zu sein. Reue über das, was war und nicht war. Einsames Warten auf den Enkel oder die Tochter, die nicht kommen werden, weil man sich vor Jahren schon entzweit hat. Der Kampf um jeden Augenblick, weil man die Lieben nicht allein lassen will. Oder Schuldgefühle, die Familie so leiden zu lassen. Nach...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 12/2016: Heimat finden
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