„Niemand kennt mich. Und das ist gut so“

Er schreibt Krimis, die eigentlich keine sind. Seine Ermittler suchen selten nach Mördern, aber häufig nach Vermissten und nach der Wahrheit hinter Lebens­lügen. Friedrich Anis Werke sind Romane über die Abgründe des Alltags und über Menschen, die sich in diesem Alltag verlieren. Ein Gespräch über Menschenkenntnis, Psychologie und die Lust am Ver­schwinden

„Niemand kennt mich. Und das ist gut so“

Er schreibt Krimis, die eigentlich keine sind. Seine Ermittler suchen selten nach Mördern, aber häufig nach Vermissten und nach der Wahrheit hinter Lebens­lügen. Friedrich Anis Werke sind Romane über die Abgründe des Alltags und über Menschen, die sich in diesem Alltag verlieren. Ein Gespräch über Menschenkenntnis, Psychologie und die Lust am Ver­schwinden

Ein Fußballer hat mal nach einer Niederlage gesagt, man habe ihm einen „gebrauchten Tag“ angedreht, also einen Tag, an dem alles schiefgeht. Was aber, Herr Ani, ist ein namenloser Tag?

Ein namenloser Tag ist zunächst ein Tag, den es nicht gibt, weil es keinen Tag ohne Namen gibt. In meiner Definition ist ein namenloser Tag ein Tag, an dem die Welt für bestimmte Menschen aufhört zu sein, wie sie bisher war. Ab diesem Tag gibt es keine Zeit mehr, keine Welt mehr, es gibt nur noch Nichts, nur noch Dunkelheit und Entsetzen. Das ist der Tag, an dem es an der Tür klingelt und jemand sagt, ich habe eine schlimme Nachricht für Sie, der oder jener aus Ihrer Familie lebt nicht mehr. Das ist ein namenloser Tag.

Wie reagieren Menschen, für die das Schicksal einen namenlosen Tag bereithält?

Das ist so allgemein nicht zu sagen. Da gibt es eine ganze Palette an Reaktionen. Manche Leute sind einfach nur stumm, manche schreien, manche fallen in Ohnmacht. Und manche lachen. Aber es gibt auch Reaktionen, bei denen Leute komplett kalt reagieren, keine oder sogar negative Reaktionen dem Toten gegenüber zeigen. Also da offenbaren sich ganz tiefe Kammern eines Menschen, die dieser selbst gar nicht kannte.

Und dann gibt es noch ganz andere Reaktionen. In Ihrem Roman Der namenlose Tag, auf den ich mit meiner ersten Frage angespielt habe, klingelt der Ermittler, der pensionierte Polizeibeamte Jakob Franck, an der Tür von Doris Winther und teilt ihr mit, dass ihre 17-jährige Tochter sich im Park erhängt hat. Und dann passiert etwas Seltsames …

… sie umarmt den Kommissar. Sieben Stunden lang. Er lässt es geschehen. Ein unerhörter Vorgang, eigentlich nicht erlaubt. Doch Franck hält sie fest – sieben Stunden lang. Er stellt sich in dem Moment als Trostbote zur Verfügung. Ausgelöst wurde diese Szene bei mir durch Recherchen über Vermisstenschicksale, und es war eine Frau aus Baden-Württemberg, die früher bei der Kripo war und sich dieser Aufgabe angenommen hatte. Ihr ist das tatsächlich passiert, dass sie einmal sieben Stunden jemand festgehalten hat.

Was mich beim Lesen an dieser Szene so berührt hat: das Einfühlungsvermögen, das der Ermittler zeigt. Er weiß, was die geschockte Mutter braucht. Es ist ein zutiefst menschlicher, ja psychotherapeutischer Akt. Franck sieht ganz von sich ab.

Ja. Aber so ist auch mein anderer Ermittler, Tabor Süden …

… der Ermittler, der Sie erfolgreich und berühmt gemacht hat …

… er ist auch jemand, der da ist, der zur Stelle ist.

Franck wie Süden geben sich nicht mit der Oberfläche zufrieden, sie fühlen sich ein, sie können schweigen und zuhören – sie könnten auch Psychologen sein.

Nein, das könnten sie nicht.

Warum nicht?

Da würden sie sich zu wichtig nehmen. Das können die nicht, die können sich nicht wichtig nehmen. Wenn Tabor Süden ein Psychologe wäre, dann würde er fürchten, er verstellt dem anderen die Sicht. Und das will er nicht. Auch Franck will nur da sein, in einem bestimmten Moment. Sie sind unsichtbare Schwellenwächter. Sie wissen, dass sie nicht heilen können. Sie wissen: Das Dasein muss genügen. Zur Stelle sein, das ist das Entscheidende. Das ist ja das Tolle, dass einer in einem bestimmten Moment einfach da ist.

Was heißt, er würde dem anderen die Sicht verstellen?

Er würde zu sehr versuchen, die Seele auszuloten. Was ihn aber nichts angeht, in seiner Selbstempfindung.

Auch wenn Sie sagen, Ihre Ermittler könnten ­keine Psychologen sein – dennoch ist doch ziemlich viel Psychologie in diesen beiden Figuren. Da drängt sich die Frage auf: Ist an Ihnen ein Psychologe verlorengegangen?

Als Jugendlicher wollte ich tatsächlich Psychologe werden, ohne zu wissen, warum. Vielleicht weil ich Menschen immer schon gerne zugehört habe und mir Menschen auch immer schon viel erzählt haben. Weil ich seltsamerweise so einen Blick hatte: Ich habe mir eingebildet, dass ich Leuten aufs Herz schauen kann. Denn ich habe viel durchschaut, so viele Lügen durchschaut. Schon als Kind, in der Familie.

Welche Lügen haben Sie durchschaut?

Wie man als Kind belogen wird, mit Gefühlen, mit Worten. Alltägliche Lügen. Kleine Lügen, große Lügen. Man verspricht was, was man dann doch nicht einhält, solche Lügen. Auch Kleinhalten durch Lügen. Ich habe mich ganz früh, was mir später wirklich Probleme bereitet hat, still verhalten und mich nicht gewehrt. Ich blieb in meiner Einsamkeit, in meinem inneren Zimmer, weil das mein Schutzraum war, mein panic room. Ich habe früh das Schweigen entdeckt, als Möglichkeit zu überleben. Ich habe das damals noch nicht gewusst, warum ich das tat. Das hat mir später eine Therapeutin erklärt – ich habe mal ein paar Jahre Therapie gemacht, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste. Mein Rückzug in mein inneres Zimmer – das war eine Art Schutzwall.

Es war eine Überlebensstrategie …

Ja. Ich habe auch viel gelesen, viel Musik gehört und selbst Musik gemacht.

Sie haben sich eine innere Welt geschaffen.

Richtig. Ich wollte die auch nach außen tragen, aber das wurde nicht erlaubt, ja, man hat versucht, mir das zu nehmen, zu vernichten. Aber das war wiederum gut für mich. Weil ich dadurch sehr früh gelernt habe, dass ich mich behaupten muss. Und mein ureigenstes Tun schützen muss: schreiben, lesen.

Das erinnert mich an Erkenntnisse aus der Resilienzforschung. Man hat festgestellt, dass Kinder unter belastenden, widrigen Umständen nicht zerbrechen, wenn sie sich mit Fantasie eine Gegenwelt aufbauen können. Kreativität ist ein Rettungsanker für seelisch belastete Kinder, denen es an Zuwendung und Anerkennung fehlt.

Ja, das fehlte. Ich bin eher ausgepfiffen worden. Aber ich habe trotzdem Tore geschossen, ich habe trotzdem geschrieben, ich habe einfach immer weitergemacht. Manchmal, wenn ich zurückschaue, was ich nicht oft tue, bin ich verblüfft: Es stimmt, sie haben es tatsächlich nicht geschafft, mich zu brechen.

Kommen wir zurück auf Süden oder auch Franck. Beide sind große Menschenkenner, beide sind melancholisch, lieben das Schweigen. Wie viel Friedrich Ani ist in diesen Figuren?

Alles Schreiben ist autobiografisches Schreiben. Man kann das nicht trennen von der Person. Ich mag ­keine Bücher, in denen der Autor nicht vorkommt, in ­denen ich den Autor nicht spüre.

Ist das vielleicht ein, wenn nicht das Erfolgsrezept Ihrer Bücher? Man spürt, da ist eine authentische Stimme, da weiß jemand Bescheid über das Leben?

Ich will jetzt nicht tiefstapeln. Aber im Genre des Kriminalromans gibt es ganz andere Bücher, die sich massenhaft verkaufen, da kann ich nicht mithalten. Weil die Menschen, die diese erfolgreichen Krimis lesen, mit meinen Büchern gar nichts anfangen können. Krimifans wollen einfache Strukturen, Lösungen und Auflösungen. Das ist bei mir nicht der Fall.

Das stimmt. Bei Ihren Büchern hat man nicht das Gefühl, einen Krimi in der Hand zu haben. Da gibt es keine Psychopathen, die Menschen die Haut abziehen, keine Serienmörder. Das Grauen ist in ihren Büchern ein anderes. So sagt im Roman Der namenlose Tag Ludwig Winther, der Vater des toten Mädchens: „Uns hat’s an nichts gefehlt, ich habe verdient, alles hat gestimmt.“ Bei einem ­solchen Satz schaudert es einen – mehr als wenn man als Leser Zeuge eines schrecklichen Verbrechens würde. Was packt uns da so?

Eine Figur hat versucht, ihr Leben lang ein Koordinatensystem aufzubauen, in dem Leben möglich ist. Mit einem Beruf, einem Häuschen, einem Garten und mit einem Kind. Und das muss immer alles ­passen. Das kennen viele. Aber das ist auch traurig. Weil ab einem bestimmten Punkt im Leben nichts mehr passiert. Es werden nur noch die Fenster geputzt und die Hecken geschnitten. Draußen, aber auch innerlich. Da ist nichts mehr. Da wuchert nichts mehr, da ist kein Unkraut mehr. Ich persönlich finde das grauenhaft.

So ist aber doch das Leben der meisten Leute.

Ich nehme diese Menschen sehr ernst. Wenn ich über einen Mann wie Ludwig Winther schreibe und versuche, ihm eine Stimme zu geben, dann bin ich ja auch er. Ich lasse ihn reden und handeln und spüre dann, dass das wieder so einer ist, der in einem Netz zappelt. Er möchte sich so gerne befreien, er möchte im offenen Meer schwimmen, aber das klappt nicht. Er hat das Netz selbst gehäkelt. Und dann mag ich diesen Menschen, und ich will ihm eine Würde geben und die Möglichkeit zum Aufrechtgehen, soweit es geht.

Sie schreiben nicht nur Kriminalromane und Drehbücher. Sie sind auch Autor von Jugendbüchern. Eines davon ist das Buch Die unterirdische Sonne. Es handelt von sechs jungen Menschen, die entführt wurden, in einem Keller gefangen gehalten und von ihren Entführern systematisch misshandelt und missbraucht werden. Als ich es las, dachte ich: Ist das wirklich ein Jugendbuch? Was war der Anlass, dieses Buch zu schreiben?

Das ist schwierig zu sagen. Ich bin kein Themensammler. Das ist ein Konglomerat. Am Anfang war die Idee, ein Jugendbuch zu schreiben. Ich hatte damals für ein Drehbuch viel über verschwundene Kinder recherchiert. Ich habe aber lang gebraucht, bis ich den ersten Satz fand. Ich wollte ausschließlich aus der Opferperspektive erzählen und dass sie rauskommen aus dem Keller.

Die Kinder erfahren Schreckliches, der Leser kann es nur erahnen. Die Kinder dürfen nicht darüber reden untereinander. Auch da wieder das Schweigen. Wie viel Kindheitserfahrung steckt in diesem Buch?

Wenn Sie mein neues Buch Nackter Mann, der brennt lesen, verstehen Sie alles.

Zum Zeitpunkt unseres Interviews ist dieses Buch noch nicht erschienen. Wovon handelt es?

Um Rache. Ein seit jeher verwundeter Mann setzt seine Wunden in Flammen. Indem er handelt, indem er Gewalt anwendet, indem er mit sich selbst abrechnet. Eine wuchtige Erzählung.

Sie kennen das Gefühl der Rache?

Selbstverständlich, allein schon weil ich Katholik war. Aber ich habe meine Rachegefühle immer kanalisieren können. Durch das Schreiben, durch das Denken, durch das Herz.

Im Zusammenhang mit dem Buch Die unterirdische Sonne haben Sie einem Interviewer mal gesagt, einige Szenen aus diesem Roman hätten Sie an beklemmende Situationen aus Ihrem eigenen Leben erinnert. Ich dachte mir, es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder es ist sehr schwer gewesen für Sie, dieses Buch zu schreiben – oder sehr erleichternd.

Es war erleichternd. Denn ich transformiere meine eigenen Erfahrungen in die Figuren und deren Situation. Und dann brennt schon das Zimmer. Vor allem die Figur des Noah war mir nahe. Ich mochte den sehr. Ich hatte manchmal das Gefühl, wenn Noah spricht, dann spricht ein anderer, der kleine Friedrich von früher.

Der Noah in diesem Buch ist mutig, er widersetzt sich. Aber er bezahlt seinen Mut mit dem Leben.

Ich finde es wunderbar, wenn ich eine Figur habe, die ich in enterpriseartiger Geschwindigkeit zurückverwandeln kann in den Zorn, die Wut, den Hass. Das ist fürs Schreiben natürlich gut.

Die Jugendlichen beginnen irgendwann, einander Geschichten zu erzählen, um sich von ihrer Angst abzulenken. Sie selbst haben sich auch gerettet durch die Geschichten, die Sie in Ihren Texten erzählen?

Natürlich. Das alles ist ja kein Zufall. Deshalb sage ich ja: Es hängt alles an meiner Person. Die Bücher, die ich schreibe, sind immer ich.

Ich will noch mal auf Tabor Süden zurückkommen. Er sucht nicht wie andere Detektive nach Mördern, sondern nach Verschwundenen, nach Vermissten. Was fasziniert Sie so an Menschen, die einfach verschwinden?

Vor allem, dass die Menschen, die nach der vermissten Person suchen lassen, oft nicht mal halbwegs in der Lage sind, die Person und ihre Persönlichkeit zu beschreiben. Sie müssen erkennen, dass sie den anderen gar nicht gekannt haben, dass das vielleicht sogar ein Fremder war. Und dann natürlich der Verschwundene selbst, der der Illusion aufsitzt, er könnte die Wirklichkeit auswechseln. Und dann erkennen muss, dass er ohne sich selbst nirgends hinkommt. Es ist doch immer wieder derselbe Schatten, der ­hinter einem her ist.

Sie sagten in einem Interview: „Was scheinbar die Biografie eines Verschwundenen ist, stimmt offensichtlich nicht. Der hat ja eigentlich eine ganz andere Biografie, von der niemand etwas wusste.“ Ihr Vater hatte auch eine Biografie, von der Sie wenig wussten. Er war Syrer, Sie selbst kennen die Heimat Ihres Vaters kaum, er hat Ihnen auch nicht seine Sprache beigebracht.

Er war ein fremder Mann für mich. Auch ich war sicher ein Fremder für ihn. Wir waren einander fremd. Auch später, als er krank war und ich ihn besucht habe und wir mehr Zeit denn je im selben Zimmer verbracht haben, waren wir uns trotzdem fremd. Ich fand das aber toll, dass mein Vater nicht so getan hat, als müsse man da was herstellen. Er war mutig, bei sich zu bleiben. Ich fand’s mutig, weil ehrlich. Warum soll er, nur weil er mein Vater ist, sentimental werden?

Ihr Vater hat sich aber als Landarzt sehr einfühlsam um seine Patienten gekümmert. Aber seinem Sohn hat er diese Empathie nicht entgegengebracht?

Nein. Aber das lag daran, dass ich so viel geschwiegen habe.

Oh, jetzt sind Sie schuld …

Nein, ich habe nichts erzählt, weil ich wusste, er hört mir nicht zu.

Sie haben Ihren Frieden mit dem Vater gemacht?

Sicher, ganz klar. Aber nur weil man seinen Frieden macht, heißt das nicht, dass man sich nicht weiter beschäftigt. Man kann sich viel besser damit beschäftigen, wenn man in Frieden damit ist. Aber ich weiß nicht, ob der Kosmos des Verschwindens, diese Vermisstenidee, viel mit dem Vater zu tun hat. Ich weiß nur, dass sie sehr viel mit mir zu tun hat, weil ich immer schon weg sein wollte, seit ich denken kann, ich wollte immer schon unsichtbar sein.

Unsichtbar?

Ich wollte irgendwo wohnen, in einer großen Stadt.

Niemand kennt Sie.

Genau. Eigentlich wollte ich auch immer unter Pseudonym schreiben. Ich wollte, dass mich niemand kennt.

Warum sollte man Sie nicht kennen?

Weil ich das nicht mag! Ich mag es immer noch nicht. Ich muss jetzt halt mitmachen.

So gesehen ist der Wunsch ziemlich schiefgegangen.

Das kann man so sagen. Aber ich habe den Wunsch immer noch nicht aufgegeben. Ich habe immer noch die Vorstellung, eines Tages bin ich einfach weg.

Und die Einsamkeit?

Die Einsamkeit ist ein Paradies. Wenn es ein Paradies gibt, aus dem ich nie vertrieben wurde, dann ist das die Einsamkeit. Da kenne ich mich aus. Ich habe die Einsamkeit in mir, das bin ich. Aber Einsamkeit ist ja nicht unbedingt ein äußerer Zustand. Einsam sein wollen heißt ja nicht, dass ich vereinzelt lebe.

Ihr Vater war Syrer, Ihre Mutter kommt aus Schlesien, aufgewachsen sind Sie in einem oberbayerischen Dorf. Wie findet man bei diesen unterschiedlichen Einflüssen seine Identität?

Ich habe keine Identität. Mich gibt es nur in meinen Sachen, die ich schreibe. Sonst gibt es mich nicht. Deswegen ist es auch belanglos, ob mein Schreiben autobiografisch ist. Natürlich ist es autobiografisch. Aber niemand kennt mich. Niemand weiß irgendwas von mir, nur die Oberfläche, aber mehr gibt es nicht. Aber das ist auch gut so. Ich existiere wie schon als 11-Jähriger nur in dem, was ich schreibe. Daran hat sich merkwürdigerweise 46 Jahre lang nichts geändert.

Friedrich Ani, geboren 1959, lebt in München. Er schreibt Romane, Gedichte, Jugendbücher, Hörspiele, Theaterstücke und Drehbücher. Sein Werk ­wurde mehrfach übersetzt und vielfach prämiert, u.a. mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Krimi-Preis. Seine Romane um den Vermisstenfahnder Tabor Süden machten ihn zu einem der bekanntesten deutschsprachigen Kriminalschriftsteller.

Sein aktuelles Buch Nackter Mann, der brennt ist am 8. August 2016 im Suhrkamp-Verlag erschienen. Dessen Protagonist Ludwig „Luggi“ Dragomir kehrt nach Jahren der Abwesenheit in sein Heimatdorf, das oberbayerische Heiligsheim zurück. Seit seiner Anwesenheit verschwinden mehrere ältere Herren, einige werden tot aufgefunden. Dragomir kam zurück, um sich an den Honoratioren des Ortes zu rächen – den ehrenwerten Herren, die ihn und andere Jungen vor vielen Jahren missbraucht hatten. „Das Herzstück meines Vorhabens war nicht der Tod. Sondern die Vernichtung“, sagt Dragomir. Die Wut, die er seit seiner Kindheit in sich trägt, durfte nun brennen.

Den kompletten Artikel können Sie bei uns kaufen oder freischalten.

Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 10/2016: Das stille Ich
print

News

Leben
Menschen, die glauben, sie hätten etwas Besseres verdient als andere, bezahlen ihre Einstellung unter Umständen mit bestimmten psychologischen Risiken.
Leben
Wie können wir uns den Start in einen neuen Lebensabschnitt erleichtern? Indem wir das, was bald hinter uns liegen wird, auf eine gute Art verabschieden.
Gesundheit
Wenn Patienten ihre Krankheit zeichnen.