Commitment – Ja sagen zur eigenen Entscheidung

„Was wäre gewesen, wenn …?“ „Hätte ich nicht lieber doch …?“ – Gedanken wie diese beschäftigen uns häufig, wenn wir eine Entscheidung getroffen haben. Im Nachhinein werden wir unsicher, trauern vielleicht sogar verpassten Chancen nach. Damit leisten wir uns aber einen Bärendienst. Eine Entscheidung wird nur dann richtig, wenn wir ernsthaft und entschlossen ein Commitment mit der eigenen Wahl eingehen

Commitment - Ja sagen zur eigenen Entscheidung

„Was wäre gewesen, wenn …?“ „Hätte ich nicht lieber doch …?“ – Gedanken wie diese beschäftigen uns häufig, wenn wir eine Entscheidung getroffen haben. Im Nachhinein werden wir unsicher, trauern vielleicht sogar verpassten Chancen nach. Damit leisten wir uns aber einen Bärendienst. Eine Entscheidung wird nur dann richtig, wenn wir ernsthaft und entschlossen ein Commitment mit der eigenen Wahl eingehen

Wenn wir über unsere Lebenswege und Lebensziele nachdenken und darüber räsonieren, was die richtige Entscheidung an einer wichtigen Weggabelung ist, wird ein Faktor häufig unterschätzt: das Durchhaltevermögen, das wir nach einer Entscheidung aufbringen können oder wollen. Wie engagiert bleiben wir nun an der Sache dran, für die wir uns entschieden haben? Wie ernst ist es uns, den einmal eingeschlagenen Weg bis zum Ziel zu gehen? Für diese Entschlossenheit hat sich ein englischer Begriff auch in der deutschen Sprache – zumindest im Businessdeutsch – eingebürgert: Commitment.

Commitment scheint der Komplexität des Verhaltens nach einer Entscheidung besser gerecht zu werden als Begriffe wie Wille, Motivation, Engagement oder Ausdauer. Denn all diese Tugenden oder Eigenschaften fließen in ein Commitment ein: Es erfasst sowohl den Entschluss, also die psychische Bindung an eine Sache – einen Beruf, einen Lebenspartner, einen Freund, eine Aktivität, eine Mitgliedschaft, ein Ziel –, als auch die Bereitschaft, diese Bindung aufrechtzuerhalten und zu pflegen. Und zwar vor allem auch dann, wenn Probleme oder Widerstände auftreten.

Commitment ist dabei weit mehr als eine Absichtserklärung, mehr als ein Versprechen, mehr als die Unterschrift unter einen Vertrag oder das „Ja!“ auf dem Standesamt. Das Wort meint eher eine Selbstverpflichtung auf lange Sicht – und den andauernden Prozess, in dem wir dieser Verpflichtung...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 10/2015: Ich steh dazu!
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