Der Mann, den man gerne hasst

Hans Jürgen Eysenck gilt vielen als der einflussreichste, aber auch umstrittenste Psychologe. Welche Bedeutung hat er wirklich für die Psychologie, was ist von seinen Konzepten geblieben? Eine kritische Würdigung zu seinem 100. Geburtstag

Der Mann, den man gerne hasst

Hans Jürgen Eysenck gilt vielen als der einflussreichste, aber auch umstrittenste Psychologe. Welche Bedeutung hat er wirklich für die Psychologie, was ist von seinen Konzepten geblieben? Eine kritische Würdigung zu seinem 100. Geburtstag

Rassisten raus! Rassisten raus!“ Die Sprechchöre einer Gruppe von Studenten, die vor dem Rednerpult standen, tönten 1977 durch den Hörsaal der Universität von Melbourne. Wegen der aggressiven Atmosphäre verzichtete Hans Jürgen Eysenck darauf, den angekündigten Vortrag über Persönlichkeitsforschung zu halten. Vier Jahre zuvor war er bei einer Veranstaltung an der London School of Economics körperlich angegriffen worden, und als er in Birmingham einen Vortrag hielt, stand an den Mauern der Universitätsbibliothek die Parole: „Erhaltet die echte akademische Freiheit: Der Faschist Eysenck hat kein Recht zu sprechen!“

Was hatte diese heftigen Reaktionen ausgelöst? Eysenck war aufgrund der Ergebnisse von Zwillingsuntersuchungen und Studien mit Adoptivkindern davon überzeugt, dass Persönlichkeitsmerkmale und Intelligenz in großem Ausmaß genetisch bedingt sind. So zeigten verschiedene Forschungsarbeiten beispielsweise, dass eineiige Zwillinge in Bezug auf ihre Intelligenz einander ähnlicher sind als zweieiige Zwillinge, sogar dann, wenn sie getrennt aufwuchsen. Und der Intelligenzquotient von Adoptivkindern korreliert höher mit den Testwerten der...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 4/2016: Mitten im Leben
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