Reife Leistung: Arbeiten mit 50 plus

Dossier Beruf & Leben: Wir sollen länger arbeiten – bis 67, mindestens. Aber wie bleibt man gesund und motiviert im Job? Und was können Betriebe dafür tun?

Die Illustration zeigt eine älter Büroangestellte, die fröhlich und gut gelaunt mit einem Laptop arbeiten, dahinter sind jüngere Kolleginnen bei der Arbeit
Die Idee, dass Beschäftigte mit dem Alter leistungsschwächer würden, ist längst widerlegt. © Eva Revolver / SEPIA

Als Gerd Duffke mit 16 Jahren seine Lehre zum Industriemechaniker begann, dachte er nicht im Traum daran, eines Tages mal etwas anderes zu tun. Einmal in einem Beruf, immer in dem Beruf – so lief das damals noch. Nach der Lehre beim Maschinenhersteller Trumpf in Ditzingen montierte er als Servicetechniker für Kunden von Düsseldorf bis Dubai dessen Produkte. „Das war ein aufregendes und tolles Leben für einen Jungen von der Schwäbischen Alb“, erinnert sich der heute 62-Jährige.

Doch mit Mitte 30, Duffke hatte inzwischen Frau und Kind, spürte er die schwere Arbeit und das viele Reisen in den Knochen. Servicetechniker ist kein Beruf fürs Leben. Viele seiner älteren Kollegen gingen wegen gesundheitlicher Probleme in den vorzeitigen Ruhestand. Gerd Duffke stellte sich schon relativ früh die Frage, die viele Arbeitnehmer irgendwann umtreibt: Wie die Arbeit bis zur Rente gesund überstehen?

Gute Antworten sind heute so wichtig wie nie zuvor. Denn zukünftig sollen die Deutschen bis zum Alter von 67 Jahren gesund und motiviert im Berufsleben stehen. Derzeit müssen Beschäftigte bereits bis sieben Monate nach ihrem 65. Geburtstag arbeiten, wenn sie die vollen Rentenbezüge erhalten möchten. Ab dem Jahrgang 1964 gilt dann bis auf wenige Ausnahmen: Büro oder Produktionshalle bis zum 67. Geburtstag.

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 7/2019: Werden, wer ich bin
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