Jeder kann ein Held sein

Wir brauchen Menschen, die sich dem Bösen entgegenstellen, sagt der berühmte Psychologe Philip Zimbardo und zeigt, wie wir Helden werden.

Auch ganz normale Menschen können Heldentaten vollbringen ©Jan Rieckhoff

„Wir alle ­können heroische ­Taten ­vollbringen“

Wir brauchen Menschen, die sich dem ­Bösen in der Welt ­entgegenstellen, fordert der Psychologieprofessor Philip Zimbardo. ­Heldentum ist für ihn das Gegenmittel zu ­öffentlicher Gleichgültigkeit. Weil kaum ­jemand zum Helden geboren wird, hat er ­zusammen mit ­Kollegen ein Projekt ins ­Leben gerufen, das ganz normale ­Menschen zu außergewöhnlichen Taten ermutigt

Herr Professor Zimbardo, Sie haben sich in Ihrer Karriere ausgiebig mit der durchlässigen Grenze zwischen Gut und Böse und der Frage beschäftigt, was Menschen dazu bringt, Böses zu tun. Wie sind Sie dazu gekommen, den Blick in die andere Richtung zu werfen?

1971 habe ich das Stanford-Prison-Experiment durchgeführt, bei dem wir Studenten in Gefängniswärter und Gefangene einteilten und gezeigt haben, wie schnell grundanständige Menschen eine kreative Boshaftigkeit entwickeln können. Die Studie war für mich damals eine interessante Demonstration, wie bestimmte Situationen die Persönlichkeit von Individuen beherrschen können. Als ich schließlich all meine Erkenntnisse für mein Buch Der Luzifer-Effekt. Die...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 1/2018: Das erlaube ich mir!
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