Die tätowierte Gesellschaft

Warum lassen sich immer mehr Menschen ein Tattoo stechen? Geht es nur um Körperschmuck oder steckt mehr hinter dem Boom?

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Die tätowierte Gesellschaft

Warum lassen sich immer mehr Menschen ein Tattoo stechen? Geht es nur um ­Körperschmuck, oder steckt mehr hinter dem ­Boom?

Noch vor hundert Jahren waren Tattoos für Seeleute und Kriminelle reserviert. Als gesellschaftliches Massenphänomen gibt es sie erst seit den 1990er Jahren. Gegenwärtig geht man davon aus, dass mindestens jeder sechste deutsche Erwachsene und jeder vierte US-Amerikaner ein Tattoo oder mehrere trägt. Tattoos sind normal geworden, anzutreffen in allen Schichten und Milieus, bei Männern wie Frauen, unter Underdogs genauso wie unter schwerreichen Superprominenten.

Tattoos für alle sind jedoch nicht nur eine Erscheinung der jüngeren Kulturgeschichte. Sie sind sehr viel älter, fast so alt wie die Menschheit selbst. Es mag zunächst überraschen, aber der nicht modifizierte Körper – wie er etwa in der griechischen Antike idealisiert wird – ist in der Menschheitsgeschichte eine seltene Ausnahme, sagt Aglaja Stirn, Professorin für psychosomatische Medizin an der Universität Kiel. Der Mensch hat seinen Körper immer schon als Repräsentationsfläche gesehen, ihn verändert,...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 3/2018: Heilkraft Meditation
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