Eine schöne Bescherung!

Weihnachten steht vor der Tür – und damit die Frage: Über welches Geschenk würden sich unsere Lieben wirklich freuen? Obwohl wir uns viele Gedanken machen, liegen wir mit unseren Präsenten oft ziemlich daneben. Woran liegt das – und wie gelingt Schenken?

Eine schöne Bescherung!

Weihnachten steht vor der Tür – und damit die Frage: Über welches Geschenk würden sich unsere Lieben wirklich freuen? Obwohl wir uns viele Gedanken machen, liegen wir mit unseren Präsenten oft ziemlich daneben. Woran liegt das – und wie gelingt Schenken?

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit das gleiche Spiel. Man zieht los, um für Familie, Freunde und Verwandte Geschenke zu erstehen. Keine leichte Aufgabe, für jeden das Richtige zu finden. Schließlich möchte man, dass das Ausgesuchte den Empfängern Freude bereitet. Für besonders liebe Menschen greift man extra tief in die Tasche. Man wählt Sachen aus, die Spaß machen oder ein bisschen luxuriös sind. Praktische Dinge wie einen Staubsauger oder eine Jahreskarte für den Bus würde man nie schenken; Geld schon gar nicht – viel zu unpersönlich.

Wer so denkt, könnte mit seinen Gaben ganz schön danebenliegen. Aus der Sicht eines Schenkers mögen diese Überlegungen nachvollziehbar klingen. Aber Beschenkte, warnen Forscher, haben ganz andere Vorstellungen von einem idealen Geschenk als diejenigen, die Geschenke machen. „Schenker sind sehr bestrebt, Dinge auszuwählen, die den Beschenkten gefallen und die Beziehung zu ihnen fördern“, betont Mary Steffel, Geschenkforscherin und Professorin an der Northeastern University in Boston, in einem Gespräch mit Psychologie Heute, „doch oft stellen sie dabei Überlegungen an, die sie selbst zwar für relevant halten, die sie aber in Wirklichkeit von den Dingen wegführen, die die Empfänger am meisten schätzen.“

Selbst wenn die Beschenkten sagen, dass sie die Präsente mögen, muss das nicht viel heißen. Die meisten Menschen entscheiden sich für ein Täuschungsmanöver, wenn sie etwas geschenkt bekommen, das ihnen nicht gefällt. Das zumindest legt eine britische Studie von Karen Pine,...

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 1/2017: Gelassen bleiben
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