Was würden Sie einem Alien erzählen?

Seit mehr als zwei Jahrzehnten lauschen Forscher des SETI-Instituts in Kalifornien den Kosmos nach Botschaften außerirdischer Zivilisationen ab – bislang ohne Treffer. Doch was, wenn sich die Aliens plötzlich melden? Ein Gespräch mit dem Psychologen Douglas Vakoch

Was würden Sie einem Alien erzählen?

Seit mehr als zwei Jahrzehnten lauschen Forscher des SETI-Instituts in Kalifornien den Kosmos nach Botschaften außerirdischer Zivilisationen ab – bislang ohne Treffer. Doch was, wenn sich die Aliens plötzlich melden? Ein Gespräch mit dem Psychologen Douglas Vakoch

Sie sind der einzige Sozialwissenschaftler beim SETI-Institut. Ihr Titel lautet Director of Interstellar Message Composition (etwa: „Direktor für die Gestaltung von Botschaften zu anderen Sonnensystemen“). Das ist die coolste, aber auch merkwürdigste Arbeitsplatzbeschreibung, von der ich je gehört habe.

Das ist schon interessant. Viele Psychologen würden sich bei dem ganzen Unterfangen wohl unbehaglich fühlen. Seit sich die Psychologie Ende des 19. Jahrhunderts von der Philosophie abgespalten hat, brüsten wir uns damit, eine empirische Wissenschaft zu sein. Und was könnte weniger empirisch sein, als über die Natur einer extraterrestrischen Intelligenz zu spekulieren, von der wir nicht einmal wissen, ob sie überhaupt irgendwo dort draußen existiert? Trotzdem möchte ich behaupten, dass Psychologen substanziell dazu beitragen können, dass SETI-Wissenschaftler intelligentes Leben im Kosmos finden und schließlich sogar mit ihm kommunizieren können.

Ich stelle mir vor, dass die Suche bisher von Astro­nomen, Computerwissenschaftlern und Ingenieuren dominiert wurde?

Ja, aber andere Disziplinen haben einen wachsenden Anteil, vor allem Archäologen und Anthropologen, vielleicht weil ihre Denkweise sich mit der von SETI-Forschern deckt. So…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 2/2016: Sprich mit Dir!
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