Mitgefühl für einen Mörder?

Therapiestunde: Angesichts der Grausamkeit eines Doppelmordes fragt sich der Gefängnispsychologe, wie er mit diesem Klienten arbeiten kann.

Die Illustration zeigt einen Mörder, der auf einem Hocker sitzt und blutige Tränen weint
Wie kann man zu einem Mörder eine therapeutische Beziehung aufbauen? © Michel Streich

Ich verbringe mit den Menschen im Gefängnis seit 25 Jahren mehr Zeit als mit den meisten anderen Menschen in meinem Leben. Ich bin Therapeut für die Inhaftierten und erstelle prognostische Stellungnahmen über deren zu erwartendes mögliches Verhalten in der Zukunft.

Oft werde ich gefragt, wie man für einen Kindesmörder ein positives Gefühl entwickeln kann. Kann man Mitgefühl mit einem Täter haben? Darf man das? Kann man den Täter verstehen, ohne die Tat zu rechtfertigen oder zu…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 9/2019: Konzentration finden
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