Neues Land, altes Ich

Auswandern wird oft romantisch dargestellt. Doch auf die Euphorie folgt Frust. Warum auch schwierige Phasen wichtig sind: eine Selbsterfahrung.

Annika Brohms ersten Tage in Namibia fühlten sich an wie ein Rausch. Doch ihre Honeymoonphase währte nur kurz. © Privat

Was Freiheit für mich bedeutet, fand ich mit neun Jahren heraus. Ich stand auf der Ladefläche eines Geländewagens, meine Tante lenkte einen alten „Bakkie“ über die Schotterwege einer Farm in Namibia. Einige Jahre zuvor war sie in den Südwesten Afrikas ausgewandert. Vor mir lagen fünf Wochen Sommerferien und 16000 Hektar Farmland mit hunderten Pferden, Rindern und Antilopen, hinter mir lag der Schulalltag in Deutschland. Ich fühlte mich ein bisschen wie Pippi Langstrumpf auf Safari.…

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Dieser Artikel befindet sich in der Ausgabe: Psychologie Heute 2/2022: Für sich einstehen
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